FRAUENFELD: Polizeischüler üben mit dem Feuer

Im Ausbildungszentrum Galgenholz haben gestern 100 angehende Polizisten den Ernstfall geprobt. Mit dabei waren die Rega und die Feuerwehr und andere Akteure des Bevölkerungsschutzes.

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Ein Aspirant übt das Löschen eines brennenden Menschen. (Bild: PD)

Ein Aspirant übt das Löschen eines brennenden Menschen. (Bild: PD)

Die Ostschweizer Polizeiaspiranten müssen viel lernen: Brandbekämpfung, Strassenrettung mit der Feuerwehr und dem Rettungsdienst, Einweisen eines Rega-Helikopters sowie das Heben und Ziehen von Lasten mit dem Zivilschutz.

An einer gross angelegten Übung in Frauenfeld lernten sie gestern ausserdem den Umgang mit Strom kennen, wie Michel Sennhauser vom Amt für Bevölkerungsschutz und Armee des Kantons Thurgau, der den Tag mitorganisiert hat, erklärt: «Die Köpfe und ihre Partner kennenzulernen, bildet die ideale Grundlage, um im Einsatz zu bestehen. Dies ist ein Beitrag zur Sicherheit der Ostschweizer Bevölkerung, um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.» Dieser Meinung ist auch Marcus Kradolfer, der Direktor der Polizeischule Ostschweiz: «Für uns ist vor allem zentral, dass die Polizeischüler durch das praktische Arbeiten an den Posten die Möglichkeiten von Feuerwehr, Sanität, Zivilschutz und Rega eins zu eins kennen lernen, um für das anstehende Praktikum gerüstet zu sein.»

Ziel des Bevölkerungsschutztages ist es, dass die Polizeiaspiranten die Partner im Bevölkerungsschutz kennen lernen und sich für einmal durch praktische Anwendungen in deren Tätigkeitsbereichen probieren, teilt das kantonale Amt für Bevölkerungsschutz und Armee mit.

Ein Drittel der Polizeischüler sind Frauen

Die angehenden Polizisten sollen besser verstehen, was die einzelnen Partner machen und sich mit ihnen austauschen können. «Wir erachten es als sehr wertvoll, dass wir im Rahmen eines Ausbildungstages den Polizeischülern der Ostschweiz das Leistungsprofil ihrer Partner im Bevölkerungsschutz näher bringen dürfen. Die Möglichkeit, die praktische Anwendung in einer Ausbildungssequenz zu bestreiten, bringt für die Zusammenarbeit auf dem Schadenplatz als Polizistin oder Polizist einen grossen Mehrwert», sagt Sennhauser.

Insgesamt nahmen 100 Schülerinnen und Schüler aus der Ostschweiz teil – das sind so viele wie noch nie. Davon sind rund ein Drittel Frauen und zwei Drittel Männer. Der Bevölkerungsschutztag findet jährlich statt – alternierend im Kanton Thurgau und St. Gallen. (red.)