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FRAUENFELD: Platz für mehr Pasta

Am Langdorfkreisel entsteht ein neues Hochregallager der Pasta Premium AG. Über Jahre verzögerten Anwohner den 6-Millionen-Franken-Bau, was ein Hickhack bei der Frage nach dessen Finanzierung auslöste.
Die Visualisierung zeigt das geplante Hochregallager am Langdorfkreisel. Der zusätzliche Flügel mit dem Büroanbau in Richtung Allmend bleibt vorerst noch Zukunftsmusik. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt das geplante Hochregallager am Langdorfkreisel. Der zusätzliche Flügel mit dem Büroanbau in Richtung Allmend bleibt vorerst noch Zukunftsmusik. (Bild: PD)

Über 6500 Paletten zusätzliche Teigwaren soll das neue Hochregallager der Pasta Premium AG Platz bieten. Rund sechs Millionen Franken kostet der Anbau, der seit 2011 zunächst nur auf Plänen skizziert ist. Seit ein paar Tagen nun graben Bagger das bisher brachgelegene Areal beim Langdorfkreisel um. «Wir sind froh, dass es endlich losgeht», sagt Beat Grüter.

Der Inhaber der Pasta Premium AG kämpfte zuerst lange um die Baubewilligung für das Hochregallager. Nach juristischen Streitereien, die wegen Beschwerden und Einsprachen von Anwohnern erst vom kantonalen Verwaltungsgericht beendet wurden, erteilte die Stadt erst vor rund anderthalb Jahren definitiv grünes Licht für den Annexbau der bisherigen Produktions- und Lagerhallen. Der Spiessrutenlauf endete für Grüter damit aber noch nicht. Plötzlich wollten wegen seiner näher rückenden Pension und der fehlenden Nachfolgeregelung die Banken nicht mehr mitspielen, sagt der heute 58-Jährige. «Ohne gesicherte Nachfolge des Betriebs werden Gespräche für Bankkredite sehr schwierig», sagt Grüter. Einen CEO oder einen Käufer, den er als geeignet einstuft, hat er bisher vergebens gesucht. «Solange ich noch kann, will ich arbeiten», sagt er.

Mittlerweile ist mit der Finanzierung des Hochregallagers alles unter Dach und Fach. «Knapp die Hälfte stammt aus Eigenmitteln», sagt Grüter, der auch auf Investoren aus dem Raum Frauenfeld zählen darf. Auch wenn im «Rappengeschäft» Teigwaren-Produktion mit zunehmend geringen Margen nicht mehr viel zu verdienen sei und viele ihm von der Investition abgeraten hätten, kommt Aufgeben für Grüter nicht in die Frage. «No risk, no fun», sagt er mit einem Schmunzeln. «Ich investiere in die Zukunft», fügt er hinzu. Wer in der Schweiz noch Lebensmittel produziere, brauche Mut und Selbstvertrauen. Von den ursprünglichen Plänen mit einem zusätzlichen Bürogebäude verzichtet Grüter aber vorerst. «Momentan gibt es in Frauenfeld genug Büroflächen.» Irgendwann sei es aber schon das Ziel, noch weiter zu wachsen.

50 Mitarbeiter produzieren rund 10000 Tonnen

Die Pasta Premium AG, die 2004 aus der früheren Hero hervorgegangen ist, beschäftigt am Frauenfelder Standort an der Breitenstrasse rund 50 Mitarbeiter. Jährlich produzieren diese rund 10000 Tonnen Teigwaren der Marken Bschüssig, Ernst, La Chinoise, Ami, Trattoria und Sennen-Nüdeli. Vier Fünftel davon landen in den Regalen der Schweizer Detailhändler, den Rest exportiert Pasta Premium.

Samuel Koch

samuel.koch

@thurgauerzeitung.ch

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