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FRAUENFELD: Pilotprojekt strahlt aus

Der Schlussbericht von «Älter werden im Quartier» ist da. Dem städtischen Projekt im Kurzdorf war Erfolg beschieden. Denn in Huben und Ergaten-Talbach entstehen ähnliche Initiativen.
Mathias Frei
Freuen sich über den Awiq-Schlussbericht: Amtsleiter Urban Kaiser und Stadträtin Elsbeth Aepli (vorne) mit Erika Düring (Nachbarschaftshilfe Kurzdorf), Katharina Meili (Kurz-Dorf-Träff), Heinz Wiederkehr (DaFa), Hansjörg Rietmann (Nachbarschaftshilfe Ergaten-Talbach) und Andrej Jakovac (Richtblick, Schlussbericht-Autor). (Bild: Mathias Frei)

Freuen sich über den Awiq-Schlussbericht: Amtsleiter Urban Kaiser und Stadträtin Elsbeth Aepli (vorne) mit Erika Düring (Nachbarschaftshilfe Kurzdorf), Katharina Meili (Kurz-Dorf-Träff), Heinz Wiederkehr (DaFa), Hansjörg Rietmann (Nachbarschaftshilfe Ergaten-Talbach) und Andrej Jakovac (Richtblick, Schlussbericht-Autor). (Bild: Mathias Frei)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Mit Awiq kam die Aufbruchstimmung. Gestern haben die Verantwortlichen den Schlussbericht des städtischen Pilotprojekts «Älter werden im Quartier» (Awiq) vorgestellt. Und die Initiative, aus der im Kurzdorf verschiedene Angebote hervorgegangen sind, trägt ihre Früchte in die ganze Stadt hinaus. So hat sich in Huben eine 15-köpfige Gruppe gebildet, welche motiviert ist, eine Art Nachbarschaftshilfe auf das Quartier zu adaptieren. So soll laut Heinz Wiederkehr aus Huben, der auch beim Frauenfeld Dachverband für Freiwilligenarbeit (DaFa) mitwirkt, diesen Sommer eine Zukunftskonferenz für die Quartierbewohner stattfinden. Und im Quartier Ergaten-Talbach hat in Sachen Nachbarschaftshilfe Hansjörg Rietmann die Initiative ergriffen. In der nächsten Quartiervereinszeitung erfolgt ein erster Aufruf. Und auch an der Jahresversammlung des Quartiervereins erhält die Idee eine Plattform.

Auch darum ist der Awiq-Schlussbericht wichtig: «Damit andere Quartiere oder Gemeinden Erkenntnisse aus diesem Projekt gewinnen können», sagt Andrej Jakovac, Autor des Berichts der Frauenfelder Kommunikationsagentur Richtblick. Er hat Awiq die vergangenen vier Jahre dokumentarisch begleitet. «Einer der grössten Erfolge besteht in der entstandenen Aufbruchstimmung des partizipativen Mitgestaltens.» Awiq hat laut Jakovac in zweierlei Hinsicht Wirkung gezeigt: nach innen, weil im Kurzdorf konkrete Angebote umgesetzt worden sind; nach aussen, weil das Projekt Anknüpfungspunkte aufgezeigt hat.

«Das ist erst der Anfang in unserer lebendigen Stadt»

Bester Dinge ist Stadträtin Elsbeth Aepli als Vorsteherin des Departements für Alter und Gesundheit. «Awiq ist erst der Anfang in unserer lebendigen Stadt, wo wir zusammenbringen, was gutes Leben ausmacht», meint sie. Dass Frauenfeld älter wird, ist ein Fakt. Am Anfang von Awiq stand laut Aepli die Frage, wie die Stadt mit dieser Tatsache umgehe. Und man habe sich für ein positives Bild des Älterwerdens entschieden.

In Aeplis Departement entstanden die verschiedenen Angebote, die mit dem Projektende in einen definitiven Betrieb übergehen und in die Selbstständigkeit entlassen werden. Träger von Nachbarschaftshilfe und Talentbörse ist neu der Dachverband für Freiwilligenarbeit. Der Kurz-Dorf-Träff steht auf eigenen Beinen und funktioniert im Begegnungszentrum Viva der evangelischen Kirchgemeinde. Die IG Wohnen hat Land gefunden, das die Stadt im Baurecht abgeben will, sowie eine Genossenschaft aus Winterthur, welche die Idee des Generationenwohnens umsetzen will. Vor Projektstart ging man von jährlichen Betriebskosten der Angebote nach Projektende in Höhe von 50000 Franken aus. Nun muss die Stadt gerade noch 6000 Franken aufwerfen – dank viel Freiwilligenarbeit. In den vier Jahren waren rund hundert Personen an den Awiq-Projekten beteiligt.

Stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen hat gestern Erika Düring aufgezeigt, wie Nachbarschaftshilfe und Talentbörse funktionieren. «Wir dürfen nicht müde werden», motiviert sie die Freiwilligen. Und Katharina Meili berichtet aus dem Betrieb des Kurz-Dorf-Träffs und spricht vom Treffpunkt als echtem Bedürfnis.

Weitere Infos im Internet: altersfreundliches-frauenfeld.ch

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