FRAUENFELD: Pferde, Wetten und eine neue Perspektive

Das Pfingstrennen liessen sich auch dieses Jahr viele prominente Persönlichkeiten nicht entgehen. Welchen Bezug haben sie zu Pferden und dem Rennsport? Und wie kommt der neue Standort des VIP-Zelts an?

Viola Stäheli
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Madeleine Walter mit Ehemann Hansjörg Walter, Nationalrat, und Guido Stäger, CEO Schweizer Zucker AG, mit seiner Ehefrau.

Madeleine Walter mit Ehemann Hansjörg Walter, Nationalrat, und Guido Stäger, CEO Schweizer Zucker AG, mit seiner Ehefrau.

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch

Diesmal ist es anders. Zum ersten Mal steht das VIP-Zelt auf der Innenseite der Rennbahn und hat dazu an Grösse zugelegt. Christoph Müller, Präsident des Rennvereins Frauenfeld, erklärt sogleich beim Apéro: «Wir haben die Synergie mit dem Open Air Frauenfeld verstärkt.» Das Zelt wird somit nun doppelt genutzt – erst für die Ehrengäste des Pfingstrennens, danach für die Ehrengäste des Open Airs.

Damit auch von der Tribüne aus alles weiterhin sichtbar bleibt, ist eine grosse Videowand angebracht. Für diese ist Leucom-CEO Markus Schlatter verantwortlich. «Ich kümmere mich um Beschallung und Multimedia», erklärt er. Einen persönlichen Bezug zu Pferden hat er allerdings keinen – seine Position im Organisationskomitee hat er vererbt.

Anders sieht das bei Nationalrätin Verena Herzog aus: «In jungen Jahren habe ich einen Monat Landdienst in der Westschweiz absolviert und bin dort jeden Tag geritten.» Seither hat sie aber kaum noch mit Pferden zu tun gehabt – trotzdem schätzt sie aber das Pfingstrennen.

Das Pferd war Stokholm zu gross

Ebenfalls geniesst Stadtpräsident Anders Stokholm den Grossanlass. «Am Pfingstrennen sind alle Bevölkerungsschichten vertreten», sagt er. Vor allem sagt ihm auch das Panorama des neuen VIP-Zeltes zu: «Man fühlt sich hier mitten im Rennen. «Stokholm ist zwar in erster Linie wegen seines Berufs hier, Erfahrungen mit Pferden hat er aber auch schon gemacht – obwohl diese nicht allzu erfreulich waren. «Als fünfjähriger Bub sass ich einmal auf einem Pferd. Aber es war mir viel zu gross, weshalb ich mich verzweifelt festgeklammert habe und froh war, als ich wieder auf dem Boden stand», erzählt Stokholm lachend. Noch nie geritten ist hingegen Dieter Bachmann, Geschäftsführer der Gottlieber Spezialitäten AG. Ihm sagt dafür das Wetten zu – auch seine Kinder sind bereits im Wetteifer. «Da ich in Frauenfeld aufgewachsen bin, ist mir das Pfingstrennen schon seit meiner Jugend ein Begriff», sagt Bachmann.

Das Pfingstrennen kennt auch Nicolo Paganini gut, Direktor der Olma Messen St. Gallen. «Ich habe die Kantonsschule in Frauenfeld besucht und war damals als Schüler auch einmal am Pfingstrennen», sagt er. Von Pferden hat Paganini aber nur eine vage Ahnung, sein Glück beim Wetten versucht er trotzdem gerne. «Ich setzte vor allem auf Aussenseiter», sagt er lachend. Das Pfingstrennen geniesst er aber noch aus einem weiteren Grund: Hier treffe man immer wieder alte Bekannte aus Jugendtagen.

Seine Meinung zum VIP-Zelt ist indessen noch gespalten. «Ich weiss noch nicht genau, wie man die Rennen verfolgen möchte, da sich die Tiere um das Zelt bewegen», sagt Paganini. Dafür schätzt er die neue Grösse des Zelts.

Korpskommandant Aldo Schellenberg hingegen ist über die neue Lage des VIP-Zelts erfreut. «Volle Einsicht ins Rennen ist hier garantiert», sagt er. Zu Pferden hat er keinen Bezug, am Pfingstrennen packt ihn trotzdem das Wettfieber. «Ich finde den Anlass aber nicht nur deshalb toll, sondern freue mich auch über die vielfältige Nutzung des Waffenplatzes», fügt Schellenberg an.

Nationalrat Hansjörg Walter ist mit Pferden und dem Pfingstrennen aufgewachsen. «Ich besuchte in meinen Jugendtagen jedes Jahr mit meinem Vater dieses Rennen», sagt er. Guido Stäger, CEO der Schweizer Zucker AG, ist kein grosser Pferdekenner, aber trotzdem um das Wohl der Tiere besorgt: Er hat Futterkörbe für die drei erstplatzierten Pferde gesponsert. «Es sind aber nicht nur Zuckerwürfel drin», meint er grinsend. 33