FRAUENFELD: Petrus ist Motocross-Fan

Dank gutem Wetter verfolgten Tausende Zuschauer das traditionelle Ostermotocross im Schollenholz. Die Beweggründe für einen Besuch entlang der Strecke könnten unterschiedlicher nicht sein.

Andreas Taverner
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Die Baumgartners unter sich: Sara mit ihrem Vater Rolf und ihrer Schwester Nina.

Die Baumgartners unter sich: Sara mit ihrem Vater Rolf und ihrer Schwester Nina.

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Das Wetter hätte nicht besser sein können für das 57. Ostermontag-Motocross im Schollenholz. Bevor die ersten Rennen starten, wird der rund 1650 Meter lange Parcours optimiert, haben doch die Niederschläge übers Osterwochenende das Terrain mit viel Wasser durchtränkt.

Davon lässt sich die Familie Baumgartner aus dem aargauischen Auw nicht abschrecken. Sara Baumgartner, 13, macht’s Spass, dem Rennen mit den 85-Kubik-Maschinen zuzuschauen. «Ich selbst fahre ein 50-Kubik-Töff», sagt sie. Die Freude am Motorsport habe Sie von ihrem Vater geerbt. Rolf Baumgartner, 46, fuhr früher nicht nur aktiv, sondern kennt einige Fahrer. «Zum Beispiel Simon Birrer aus dem Thurgau», meint er. Nina Baumgartner, 11: «Es ist echt cool, den Fahrern zuzuschauen. Ausserdem haben wir so noch einen Familienausflug gemacht.» Noel Krapf, 21, aus Freidorf, besucht im Schollenholz das erste Rennen der Saison, um zu sehen, wie die Konkurrenz fährt. «Ich fahre hier selber und so interessiert es mich, in welcher Verfassung die übrigen Fahrer sind.» Marco Keller, 22, aus Sevelen SG, weil es ihn interessiert, wie seine Wettstreiter die Winterpause genutzt haben. «Ein geiles Rennen», findet er. Für Kris Althaus, 25, aus Wetzikon ZH, freut sich, an einem schönen Frühlingstag tolle Menschen zu treffen. «Ausserdem schlägt mein Herz für das Motocross», sagt er. Rosa-Maria Schildknecht, 39, aus Hüttlingen, besucht mit ihrem Bruder Andreas, 35, und den beiden Göttibuben Lars, 4, und Finn, 6, das Ostermotocross. «Wir haben es beiden Göttibuben zu Ostern geschenkt», sagt Rosa-Maria Schildknecht. «Ausserdem war ich schon als kleines Mädchen beim Motocross Frauenfeld dabei», erzählt sie stolz. Andreas Schildknecht würde es bedauern, wenn die Motocross-WM-Rennen auf dem Areal «Schweizer Zucker» in Niederwil im kommenden August nicht stattfinden würden. Finn findet den grünen Töff lössig, während Lars die Sprünge der Fahrer beeindrucken. «Der Lärm ist mir egal», findet er.

Willy Läderach, 76, aus Frauenfeld erklärt die Lage der Fahrer. «Weil sie seit 2017 kein Lager mehr haben, suchen wir nach einer Lösung.» Zudem habe sich auch der Treibstoffverbrauch der Maschinen verbessert. «Heute genügt 2,5 Liter pro Rennen, früher musste ein acht Liter Tank gefüllt werden.» Für OK-PräsidentinAndrea Läderach, 51, aus Frauenfeld, läuft alles prima. «Wir haben Wetterglück», sagt sie zufrieden. Der Event sei gut gelaufen. «144 Fahrer sind heute am Start. Letztes Jahr waren es 120», bilanziert sie. Sie rechnet insgesamt mit rund 6000 Zuschauern.Matthias Müller, 65, Gemeindepräsident aus Gachnang, erinnert sich: «Seit ich ein kleiner Junge bin, besuche ich dieses Motocross Rennen.»32