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FRAUENFELD: Ohne Wartezeiten nach Zürich

Um die Anschlüsse an den Fernverkehr auch nach dem Fahrplanwechsel 2018 zu gewährleisten, muss die Stadtbusverwaltung ihr Angebot anpassen. Dafür legt der Stadtrat dem Gemeinderat zwei Kreditanträge vor.
Samuel Koch
Am Bahnhof Frauenfeld: Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2018 hin soll das Stadtbus-Angebot weiter ausgebaut werden. (Bild: Reto Martin)

Am Bahnhof Frauenfeld: Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2018 hin soll das Stadtbus-Angebot weiter ausgebaut werden. (Bild: Reto Martin)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Die Weichenstellung kommt aus Bern, die Auswirkungen reichen von Zürich bis nach Frauenfeld. Denn mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 kommt die Durchmesserlinie erstmals komplett in Betrieb. Weil sich damit die Fahrzeit zwischen Zürich und Frauenfeld verkürzt, ändern sich auch die Abfahrtszeiten. Nebst den Regionalbuslinien ergeben sich dadurch auch Änderungen für das Stadtbusnetz. «Damit in Frauenfeld ein kompletter ÖV-Vollknoten mit schlanken Umsteigebeziehungen zwischen allen öffentlichen Verkehrsmitteln entstehen kann, soll der Stadtbus ebenfalls in das neue Fahrplansystem eingebunden werden», schreibt der Stadtrat in seiner kürzlich veröffentlichten Botschaft an den Gemeinderat.

Die erste Massnahme betrifft die Abfahrtszeiten. Die drei Hauptlinien 1, 2 und 3 sollen ab Bahnhof neu zu den Minuten .01, .16, .31 und .46 abfahren, diejenigen der Linie 4 und 5 zu den Minuten .20 und .50. Um die bestehende Anschlussqualität an die Bahn zu halten und teilweise zu verbessern, sieht der Stadtrat einen Angebotsausbau mit mehr Kursen der Linie 3 (Oberwiesen – Bahnhof – Plättli Zoo) montags bis freitags in den Nebenverkehrszeiten vor. Zudem sollen Busse auf den Linien 1 (Sonnmatt – Bahnhof – Spital – Bühl), 2 (Sandbüel – Bahnhof – Flurhof) und 3 samstags von 6 bis 18.30 Uhr im Viertelstundentakt fahren. Zwar kann der Angebotsausbau mit dem bestehenden Fuhrpark gedeckt werden. «Es ist jedoch eine Erweiterung der Dienstplanstunden notwendig», welche Kosten zur Folge hat. Für den beantragten Kredit von jährlich wiederkehrenden 143000 Franken sollen «die Taktlücken geschlossen, das bestehende System vereinfacht und kundenfreundlicher gestaltet» werden. Diese «systembedingten Angebotsausbauten» erachtet der Stadtrat als «zwingend notwendig». «Auf den langen Linienästen 4 (Huben) und 5 (Im Alexander) sind dank der neuen Fahrplanstruktur Verbesserungen ohne Kostenfolge möglich.» Dank der Massnahmen der Stadtbusverwaltung und den kürzeren Fahrzeiten der Bahn verkürzt sich die Reisezeit aus den meisten Frauenfelder Quartieren nach Zürich um rund acht Minuten.

Die neuen Fahrpläne optimieren abends und sonntags auch die Rundkurslinien 21, 23, 31 und 41. So können einerseits die Linienumläufe verlängert, andererseits der knappe Bahnanschluss der Linie 41 entspannt werden. «Dank diesen Möglichkeiten soll neu die Linie 31 das Wohngebiet entlang der Breitenstrasse bis zum Kreisel Langdorf erschliessen, womit das Langdorfer Wohngebiet abends neu mit dem Stadtbus erreicht werden kann. Forderungen nach einem Ausbau des Abendangebots nach 22 Uhr sind während der Vernehmlassung des Fahrplans 2019 eingangen (unsere Zeitung berichtete). Für einen «bedarfsgerechten Ausbau» sollen weitere Erkenntnisse aus einer im Herbst 2018 stattfindenden Umfrage des Tarifverbunds Ostwind bringen.

Zweiter Antrag betrifft Frühaufsteher

Definitiv rege genutzt wird gemäss Stadt heute schon der Schnellzug in Richtung Zürich um 5.42 Uhr (ab 2019: 5.48 Uhr). «Deshalb soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 diese Lücke in der ÖV-Transport­kette geschlossen werden.» Dies ­betrifft die nachfragestärksten Linien Sonnmatt, Kantonsspital, Sandbüel, Flurhof und Plättli Zoo montags bis freitags. «Diese Massnahme ist unabhängig vom Bahnfahrplan 2019 realisierbar», schreibt der Stadtrat in der Botschaft. Dafür beantragt er dem Gemeinderat einen Kredit von jährlich 42000 Franken. Der Stadtrat erachtet diese Massnahme «als wichtigen Mosaikstein».

Betreffend Nutzen und Ertrag ab 2019 bezieht sich der Stadtrat auf die Prognosen des Tarif­verbundes Ostschweiz. Summa summarum rechnet sie deshalb mit «praktisch gleichbleibenden» Kosten in Höhe von jährlich rund 1,8 Millionen Franken. Über die beiden Anträge entscheidet der Gemeinderat voraussichtlich erst im kommenden März. Den definitiven Fahrplan sowie die Linienführung würde der Stadtrat erst danach festlegen. Für künftige grössere Angebotsausbauten gemäss Strategiepapier «Stadtbus 2030» sähe der Stadtrat die Notwendigkeit zusätzlicher Fahrzeuge und Infrastrukturausbauten – insbesondere eines neuen Depots. Zudem soll ein Haltestellenkonzept die Haltestellen «im Rahmen von Strassensanierungen optimieren».

www.frauenfeld.ch/stadtbus

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