Frauenfeld – Noro einfach

Murgspritzer

Mathias Frei
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Tief durchatmen. Wir sind noch einmal davongekommen. An der Katastrophe vorbeigeschrammt. Unsere Grenzen sind halbwegs dicht, abgesehen von den Deutschen, Ösis und Franzosen auf unserer Allmend – und ihrem Abfall! Aber die ganz grosse Gefahr ist gebannt. Keine Noros. Keine fremden Fötzel. Diese cheiben Noros: Schlimmer als dieses ausländische Neophyten-Pack!

Nicht auszudenken, wenn es diese Noros in unser Land geschafft hätten. Sie hätten sich vermehrt, wie es nur solche Saucheiben tun. Sie hätten uns unsere Frauen genommen – und unsere Männer auch. Und irgendwann unsere Jobs. Hätte auch nichts genützt, viel zu trinken, wie es unsere stellvertretende Kantonsärztin empfohlen hatte. Sich Noros schön zu saufen, das funktioniert nicht.

Man hätte das kontaminierte Areal drei Tage isolieren müssen, bis die Noros in ihre Nobelkarossen gestiegen und mit ihren Wohnwägen weggebraust wären. Der Autobahn­zubringer Frauenfeld-Ost wäre abgeriegelt gewesen, weil: Sperrgebiet. Man stelle sich das vor: Die rund 50000 Afroamerikaner und Deutschen wären heute noch hier. Wahrscheinlich hätte man sie auf Kosten von uns Steuerzahlern mit Fress­päckli verköstigen müssen. Ui, das hätte gekostet. Ausnahmezustand statt Willkommenskultur. Das Militär wäre aufgefahren und hätte eine grosse Mauer gebaut. Sicher ist sicher. Sonst wären die Frauenfelder Noros womöglich noch zur Staatsaffäre mutiert. Die Schweiz hätte noch mehr um die «Bilateralen» mit der EU zittern müssen.

Zum Glück waren es keine Noros. Ui, das hätte wieder ein Puff gegeben in der Stadt. Das hätte uns noch gefehlt.

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch