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FRAUENFELD: Niederlage muss Konsequenzen haben

Der Himmel weinte am Freitagabend. Denn der FC Gemeinderat verlor gegen die Fussballer der Stadtverwaltung 1:5. Es ist die dritte Politikerniederlage in Folge.
Der FC Gemeinderat für einmal im Vorwärtsgang: Kantonsrat Hermann Lei hat den Ball vor Augen. (Bild: Andreas Taverner)

Der FC Gemeinderat für einmal im Vorwärtsgang: Kantonsrat Hermann Lei hat den Ball vor Augen. (Bild: Andreas Taverner)

Eintritt kostete das 31. Derby zwischen dem FC Gemeinderat und den Fussballern der Stadtverwaltung keinen. Zum Glück. Denn es war keine Schau. Das lag auch an den widrigen Witterungsverhältnissen. Aber nicht nur. Schon in der Halbzeitpause diskutierten Zuschauer über mögliche Konsequenzen. Ob eine externe Administrativuntersuchung oder eine parlamentarische Untersuchungskommission zum Erfolg führen sollte, dazu gingen die Meinungen noch auseinander. Dass aber etwas passieren musste, um «diesen Sauladen auszumisten», darüber war man sich einig.

Nach 71 Minuten pfiff Schiedsrichter Rolf Wiesmann das Spiel ab. Die Politiker waren der fitten Stadtverwaltung klar unterlegen. Am Ende hiess es 1:5. Vor allem in den ersten 35 Minuten zeigten die Verwaltungsangestellten, dass sie sich optimal auf die Sparübungen der Politiker eingestellt hatten. Der FC Gemeinderat, gespickt mit ein paar Altstars, war immer wieder gedanklich einen Schritt zu spät. Augenscheinlich fehlten die Automatismen, die im Grossen Bürgersaal Sitzung um Sitzung bestens funktioniert hatten. Die Verwaltung wiederum machte – im Gegensatz zu den Politikern – vom ersten Pass an konditionell einen halbwegs ordentlichen Eindruck, antizipierte gut und stand defensiv stabil. Stadtverwaltungslehrling Fabrice Ammann, zugegebenermassen ein lizenzierter Fussballspieler, schoss zwischen der 6. und 23. Minute einen lupenreinen Hattrick. Michael Schwarzenberger vom BBZ Arenenberg, Toptransfer von SVP-Gemeinderat und Kapitän Andreas Elliker, gelang zwar das zwischenzeitliche 1:2. Jan Tobias Bauer von den Einwohnerdiensten schoss aber noch vor dem Pausentee das 1:4. In der zweiten Hälfte konnten die einen nicht mehr, die anderen wollten nicht mehr. Stapi Anders Stokholm bewachte bei Eckbällen den nahen Pfosten. Elliker glich einem kleinen Traktor. CH-Gemeinderat «Robinho» Kurzbein hätte das 2:4 auf dem Fuss gehabt, aber die Nerven versagten. Letztlich gelang Bauer noch das 1:5.

Nach drei Siegen in Folge der Verwaltung liegt der FC Gemeinderat vor dem 32. Duell nur noch einen Sieg vor der Verwaltung. Eine grössere Rücktrittswelle im Gemeinderat ist deshalb nach diesem desolaten Auftritt nicht auszuschliessen.

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

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