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FRAUENFELD: Neubau fällig nach 70 Jahren

Die Wohnbaugenossenschaft Zielacker will die ältesten Blöcke aus den 1950er-Jahren ersetzen. Der Architekturwettbewerb ist entschieden. Im Mai befinden die Genossenschafter über die Projektierung. Baustart ist nicht vor Frühling 2020.
Stefan Hilzinger
So stellen sich die Architekten von Mirlo Urbano die Neubauten an der Zielackerstrasse vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Architekten von Mirlo Urbano die Neubauten an der Zielackerstrasse vor. (Bild: PD)

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Der Zahn der Zeit und möglicherweise schon bald auch der Abrissbagger nagt an den Wohnblöcken an der Zielackerstrasse 12 bis 18. Die vier Häuserzeilen mit insgesamt 31 Wohnungen hatte die Wohnbaugenossenschaft (WBG) Zielacker eigentlich sanieren wollen. Doch es zeigte sich, dass ein Abriss der Bauten aus den 1950er-Jahren und ein Neubau der wirtschaftlichere Weg sei. Das teilte der Vorstand der WBG vergangene Woche mit.

18 Wohnungen mehr auf demselben Gebiet

Die Pläne für den Ersatz der ältesten Siedlung im Bestand der WBG sind bereits vorgeschritten. Im vergangenen März hat eine achtköpfige Jury aus sechs Projekten das Siegerprojekt «Katharina» des Zürcher Architekturbüros Mirlo Urbano als bestes ausgewählt. Entstehen soll laut Mitteilung der WBG «eine Siedlung aus drei architektonisch verspielten Häuserzeilen und einem weiteren Einzelbau». Ein privater Gestaltungsplan von 2017 bildete den Rahmen für die Überbauung. Neu gibt es an dem Standort 49 Wohnungen mit zwischen 2 1/2 und 5 1/2 Zimmern – 18 Wohnungen mehr als es bisher gab. Somit entsteht in Frauenfeld seit dem Bau der Bannhaldensiedlung der WBG Sonnmatt Anfang der 1990er-Jahre erstmals wieder zusätzlicher genossenschaftlicher Wohnraum im grösseren Stil. «Unser Ziel ist es, auch in Zukunft unseren Mitgliedern bezahlbare, aber ebenso zeitgemässe Wohnungen anzubieten», sagt Genossenschaftspräsident Matthias Züllig. Die abgestuften Wohnungsgrössen sollen für eine altersdurchmischte Bewohnerschaft sorgen, wie es das Projekt beabsichtigt. Der Bau erfüllt laut Mitteilung Minergie-Eco-Standard und soll mit «ökologisch einwandfreien Baustoffen» errichtet werden.

Mieter einer Wohnbaugenossenschaft sind auch Genossenschafter und damit Mitbesitzer. Sie entscheiden an der nächsten Generalversammlung über die weiteren Schritte. «Sagen sie Ja zum Projekt und genehmigen sie den Projektierungskredit, so führen wir die Planung weiter», sagt Präsident Züllig. In einem zweiten Schritt gehe es dann darum den Baukredit einzuholen. Erste grobe Schätzungen beziffern die Projektsumme auf 21 Millionen Franken. Mit einem Baustart sei nicht vor dem Frühling 2020 zu rechnen. Spätestens dann müssten die aktuellen Mieter/Genossenschafter an der Zielackerstrasse 12 bis 18 eine neue Bleibe suchen. «Ihnen werden in den nächsten Jahren frei werdende Wohnungen in anderen Liegenschaften der WBG angeboten», sagt Züllig.

WBG Sonnmatt plant Ersatz im Schollenholz

Vor der Genehmigung eines Baukredites steht die zweite Wohnbaugenossenschaft auf Stadtgebiet: die WBG Sonnmatt. Auf ihrem Areal im Schollenholz soll anstelle der in die Jahre gekommenen fünf Doppelhäuser eine Überbauung mit 23 Wohnungen treten. Erste Pläne stellte die WBG Sonnmatt 2016 vor. «An einer ausserordentlichen Versammlung im August/September dieses Jahres entscheiden die Genossenschafter über den Baukredit», sagt Sonnmatt-Präsident Marcel Epper. Das Bauvolumen beträgt zwischen neun und zehn Millionen Franken. Die WBG hatte alle Frauenfelder Architekten eingeladen, Projekte einzureichen. Gewonnen hat laut Epper das Büro Lehmann-Haffter. Noch Ende dieses Jahres soll dann das Baugesuch eingereicht werden. «Wenn alles gut läuft, ist im Frühling 2019 dann der Baubeginn», sagt Epper. Ausserdem investiere die WBG in den nächsten Jahren drei Millionen Franken in den Ersatz der 84 Küchen in der Siedlung Sonnmatt.

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