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FRAUENFELD: Nach Schmid die Frauen

Marcel Schmid leitet am 19. August seinen ersten Gottesdienst. Die Evangelische Kirchgemeinde wählte ihn bei der Budgetversammlung am Montagabend als neuen Pfarrer.
Christian Ruh
Der Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Heinz Stübi mit dem neu gewählten Pfarrer Marcel Schmid und seiner Frau Isabel vor der Pfarrkanzel in der Kirche Kurzdorf. (Bild: Mathias Frei)

Der Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Heinz Stübi mit dem neu gewählten Pfarrer Marcel Schmid und seiner Frau Isabel vor der Pfarrkanzel in der Kirche Kurzdorf. (Bild: Mathias Frei)

Christian Ruh

christian.ruh@thurgauerzeitung.ch

Eineinhalb Pfarrer wurden gesucht, einer ist nun gefunden. Mit einer grossen Mehrheit wurde am Montag Marcel Schmid als neuer Pfarrer im Kurzdorf gewählt. Der Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Heinz Stübi begrüsste die 127 Stimmberechtigten, die sich in der Kirche Kurzdorf eingefunden hatten. «Wir haben für heute eine grosse Teilnehmerschaft erwartet, darum findet die Versammlung hier in der Kirche statt, nicht wie sonst im Kirchgemeindehaus.» Auch begrüsste er die anwesenden Gäste, unter anderem Pfarrer Marcel Schmid und seine Frau Isabel.

Für die restlichen Prozente wird eine Frau gesucht

Bereits bei der Budgetversammlung 2017 wurde über die Frühpensionierung von Pfarrerin Barbara Keller per Juni 2017 und die Pensumreduktion von 40 Prozent von Pfarrer Jürg Buchegger informiert. Dazu kam im August 2017 eine Reduktion von zehn Prozent des Pensums von Pfarrer Andreas Bänziger, was den Religionsunterricht in der Sekundarstufe betrifft.

Eine Pfarrwahlkommission suchte Nachfolger für die frei gewordenen 150 Prozent. Nach einigen Sitzungen und Gesprächen konnten fünf passende Kandidaten, vier Frauen und ein Mann, gefunden werden. Nach ausführlichen Gesprächen entschied sich die Kommission für Pfarrer Marcel Schmid, der zu hundert Prozent angestellt werden soll. «Leider können wir Ihnen heute nur die Besetzung der 100-Prozent-Stelle präsentieren, die restlichen Prozente liessen sich in dem Zeitraum nicht unterbringen», erklärte Präsident Heinz Stübi den Kirchbürgern. Auch das Problem, dass durch Schmid als neuen Pfarrer fast das gesamte Pfarrpersonal der Kirchgemeinde mit Männern besetzt ist, sprach er an: «In der Endauswahl waren neben Pfarrer Marcel Schmid vier Frauen. Pfarrer Schmids Kenntnisse und Ideen waren den anderen Bewerberinnen jedoch überlegen.» Für die nun noch zu vergebene 50-Prozent-Stelle werde jetzt aber ausdrücklich eine Frau gesucht.

Marcel Schmids Anstellung als Pfarrer in Frauenfeld kam zur Abstimmung vor die 129 Stimmberechtigten, unterdessen waren noch zwei dazu gekommen. Das absolute Mehr betrug somit 65 Stimmen. Die Stimmen wurden still abgegeben und gezählt, während es mit den anderen Traktanden der Kirchgemeindeversammlung weiter ging. Kurz bevor der Finanzplan für die Jahre 2019 bis 2021 vorgestellt wurde, waren die Stimmzettel fertig ausgezählt: Pfarrer Marcel Schmid wurde mit einer grossen Mehrheit von 119 Stimmen gewählt. Acht Personen hatten ihre Stimmzettel leer abgegeben, jemand schrieb einen anderen Namen auf. Schmid wird mit seiner Frau und seinen drei Kindern im Sommer ins Pfarrhaus einziehen und hat am 19. August seinen Einführungsgottesdienst. Er wird zu 60 Prozent im Allgemeinpfarramt und zu 40 Prozent mit Familien arbeiten.

Renovationen an Kirche und Mesmerhaus

Sowohl das Budget für das Jahr 2018 als auch der gleich gebliebene Steuerfuss von 16 Prozent wurden an der Kirchgemeindeversammlung einstimmig angenommen. Zusätzlich gab es noch zwei Abstimmungen über Kredite zur Renovation von zwei Liegenschaften der Kirchgemeinde. ­Zunächst die Kirche Oberkirch, die älteste Kirche in Frauenfeld. Die letzte Renovation liegt dort 37 Jahre zurück, und es müssen unter anderem am Dach, der Fassade und den Heizungen Renovationen vorgenommen werden. Die Kosten dafür betragen 390000 Franken, Reformierte und Katholiken teilen sich diesen Betrag. Dazu kommen das Mesmerhaus und der Kindergarten in der Nähe der Kirche Kurzdorf. Es ist eines der ältesten Riegelhäuser im Kanton und ist 1974/75 das letzte Mal renoviert worden. Die Kosten für die dort benötigte Innenrenovation betragen 588000 Franken. Oberkirch wurde mit einer Gegenstimme, das Mesmerhaus einstimmig angenommen. (chr)

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