FRAUENFELD: Nach 77 Tagen ist Schluss

Die Zuckerfabrik hat seit Anfang Oktober knapp 680000 Tonnen Rüben verarbeitet. Vergangenen Sonntagmorgen ging die diesjährige Kampagne zu Ende.

Mathias Frei
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Einige Tage vor dem eigentlichen Kampagnenbeginn 2016: Der Frauenfelder Werkleiter Joachim Pfauntsch auf einem Haufen Bio-Zuckerrüben. (Bild: Andrea Stalder (28. September 2016))

Einige Tage vor dem eigentlichen Kampagnenbeginn 2016: Der Frauenfelder Werkleiter Joachim Pfauntsch auf einem Haufen Bio-Zuckerrüben. (Bild: Andrea Stalder (28. September 2016))

Jetzt ist die Zuckerfabrik wieder für ein Jahr verduftet. Wie dem aktuellen Wochenbericht der Schweizer Zucker AG (SZU) zu entnehmen ist, ging die diesjährige Verarbeitungskampagne vergangenen Sonntag in den frühen Morgenstunden zu Ende. Startschuss der Kampagne im Frauenfelder Werk war heuer am 2. Oktober. Sie dauerte genau 77 Tage. Das Werk in Aarberg hatte insgesamt vier Tage weniger Arbeit. In beiden Werken sei die Schlussplanung durch die guten Liefermengen «wesentlich erleichtert worden».

«Nach einer frühzeitigen Aussaat bei guten Bedingungen überwog die Zuversicht auf ein erfreuliches Rübenjahr», heisst es im Wochenbericht. Die intensiven Niederschläge im Mai und Juni hätten diese Hoffnungen aber schnell zerschlagen. Dann kamen die Trockenheit und «der hohe Krankheitsdruck» dazu. Dies wirkte sich auf den durchschnittlichen Flächenertrag aus. Mit 64,3 Tonnen pro Hektare war dieser letztmals im Jahr 2001 noch tiefer. In beiden Werken zusammen wurden 1,365 Millionen Tonnen Zuckerrüben angeliefert. In der Zuckeri in Frauenfeld-West waren es 676000 Tonnen.

Fast die Hälfte der Rüben per Bahn

635000 Tonnen machten konventionelle Rüben aus. In diesem Bereich wurden erstmals knapp 46000 Tonnen aus Süddeutschland importiert. Bio-Rüben wurden 41000 Tonnen angeliefert. Hier betrug der Import fast 300 Tonnen. Per Bahn wurden in Frauenfeld knapp 328000 Tonnen Rüben angeliefert. Auf der Strasse kamen mehr als 348000 Tonnen an. Der Zuckergehalt der Frauenfelder Rüben lag durchschnittlich bei 17,5 Prozent und damit leicht unter dem fünfjährigen Mittelwert.

Im Wochenbericht der Schweizer Zucker AG heisst es, dass die diesjährige Kampagne reibungslos abgelaufen sei. Und weiter: «Der Ausblick auf das nächste Jahr stimmt uns zuversichtlich. Die Zuckerpreise haben sich etwas erholt, und unsere Lager werden im Herbst 2017 leer sein.»