FRAUENFELD: Nach 34 Jahren ist Schluss

Philipp Hofmann hat neu Einsitz im Bürgerrat. Er folgt auf Marcel Olbrecht. Die Rechnung der Bürgergemeinde schloss mit einem kleinen Gewinn ab.

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Eine prägende Figur trat am Montagabend ab. Architekt Marcel Olbrecht wirkte 34 Jahre lang im Verwaltungsrat der Bürgergemeinde Frauenfeld, die letzten zehn Jahre war er Vizepräsident des Gremiums. «Genug ist genug», stellte der bekennende Erchinger Olbrecht an der Jahresversammlung der Bürgergemeinde fest. Als 35-jähriger, blond gelockter Jüngling habe er im Sommer 1983 sein Amt angetreten, erinnerte sich Olbrecht. «Schauen Sie mich jetzt an!»

Olbrecht arbeitete im Bürgerrat mit insgesamt 27 Kolleginnen und Kollegen zusammen, wirkte unter den Präsidenten Max Steiner, Thomas Pallmann und aktuell Titus Moser. Er war Hausarchitekt des Stadtgartens. Die Bürgergemeinde solle weiterhin zukunftsgerichtet für die Stadt wirken, wünschte sich Olbrecht zum Abschied. Mit einem Glanzresultat von 120 Stimmen (bei 123 Stimmberechtigten) wählte die Versammlung im Rathaus Philipp Hofmann für Olbrecht in den Bürgerrat. Der 40-Jährige ist Geschäftsleitungsmitglied im Versicherungsbereich und für den Rest der Amtsperiode bis 2019 gewählt.

Positiv präsentierte sich auch die Rechnung 2016. Bürgergemeinde und Altersheimstiftung zusammen kamen auf einen Umsatz von rund neun Millionen Franken. Es resultierte ein Gewinn von knapp 100000 Franken – obschon sich im Stadtgarten mit dem Erweiterungsbau grosse Herausforderungen in der rollenden Personalplanung ergaben, wie Altersheim-Kommissionspräsident Andreas Helbling erläuterte. Weil der Stiftung vom Kanton Steuerbefreiung erteilt worden war, wurde eine Anpassung in der Stiftungsurkunde notwendig. Zudem wurde Hansjörg Strasser als neuer Stadtgarten-Zentrumsleiter vorgestellt.

Mathias Frei

mathias.frei

@thurgauerzeitung.ch

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