FRAUENFELD: Motoren, die schnurren wie Büsi

Unter dem Motto «Automobil erleben» präsentierten elf Garagen am Wochenende ihre neusten Modelle. Das Interesse an Autos sei ungebrochen, sagt Adrian Rüedi, Präsident der Frauenfelder Fachgaragen.

Hugo Berger
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Die ausgestellten Autos wurden kritisch begutachtet. (Bild: Hugo Berger)

Die ausgestellten Autos wurden kritisch begutachtet. (Bild: Hugo Berger)

FRAUENFELD. Für viele Besucher begann das Autospektakel mit einem besonderen Erlebnis: mit der Fahrt in dem nostalgischen Postauto. Der Fahrer sitzt rechts, und das Abbiegen wird nicht durch Blinken angekündigt, sondern durch einen Zeiger, der seitlich ausfährt. Ganz andere Technik erwartete die Interessierten dann bei den Fahrzeugen der elf Frauenfelder Aussteller.

Fachsimpeln mit Fachleuten

Bunte Luftballons und Fahnen kündigen schon von weitem an, wo das Postauto Station machen wird. In kleinen Festwirtschaften kann sich der Besucher stärken und mit Fachleuten und anderen Gästen ins Gespräch kommen, während sich die Kinder auf Rutschbahn oder Gumpischloss vergnügen. Im Fokus aber steht das Auto. Wer die Reihen der Occasionen und Neuwagen abschreitet, hat die Qual der Wahl. Ein Blick unter die Motorhaube, das Öffnen und Schliessen der Tür oder Probesitzen sollen Klarheit bringen.

Lange aber will sich am Samstag niemand in der Kälte aufhalten. Gemütlicher ist es in den beheizten Ausstellungsräumen. Dort präsentieren sich zumeist die Autos der oberen Preisklasse. «Da stockt einem schier der Atem», meint ein Besucher angesichts der chromglänzenden Luxuskarossen. Und eine Frau ermahnt ihre beiden Kinder, nicht alles anzufassen mit den fettigen Händen. «Schade, dass man den Motor nicht anlassen darf», bedauert ein Besucher. Dieser schnurre wie eine Katze, versichert der Verkäufer.

Mit Träumen verbunden

Anders als etwa die Anschaffung einer Waschmaschine ist der Kauf eines neuen Autos mit Emotionen, Prestigedenken, ja mit Träumen verbunden. Was denkt der junge Mann, der gedankenversunken ein silbergraues Cabriolet betrachtet? Vielleicht sieht er sich im offenem Wagen durch eine blühende Landschaft fahren, die Sonnenbrille in die Stirn geschoben, den Arm um die Schultern der Freundin, die ein blaues Kopftuch trägt. «In zehn Minuten kommt das Postauto», reisst ihn ein Kollege aus den Gedanken.

Kleinwagen im Trend

Adrian Rüedi, Präsident der Frauenfelder Fachgeschäfte, ist mit der Ausstellung sehr zufrieden. «Das Interesse an Neuwagen ist ungebrochen, wie die Ausstellung gezeigt hat», freut er sich. Der Trend gehe eher zu Kleinwagen mit wenig Verbrauch. Mit dem Autospektakel, das man seit 26 Jahre durchführe, wolle man den Kunden eine Auswahl aus dem grossen Angebot bieten.