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FRAUENFELD: Mitten im und fürs Quartier

Vom Eisenwerk ins neue Begegnungszentrum Viva: Der Kurz-Dorf-Träff zieht auf den 19. Juni um. Die Stadt wünscht sich, dass in Zukunft auch im Langdorf und in Huben Treffpunktangebote entstehen.
Mathias Frei
Ein Eindruck aus dem Kurz-Dorf-Träff im Eisenwerksaal: Es wird gejasst und geplaudert. (Bild: Donato Caspari (25. Januar 2017))

Ein Eindruck aus dem Kurz-Dorf-Träff im Eisenwerksaal: Es wird gejasst und geplaudert. (Bild: Donato Caspari (25. Januar 2017))

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Neuer Ort und neuer Wochentag, aber das Angebot bleibt gleich. Der Kurz-Dorf-Träff zügelt vom Eisenwerk ins Begegnungszentrum Viva der evangelischen Kirche, das dieses Wochenende eröffnet wird. Seit Januar 2016 ging das Treffpunktangebot für Seniorinnen und Senioren aus dem Kurzdorf jeden Mittwochnachmittag im Eisenwerksaal über die Bühne – und stiess auf grossen Anklang bei den Quartierbewohnern. Im Schnitt fast 30 Besucher kamen jeweils auf einen Schwatz zusammen, machten einen Jass, genossen Kaffee und Kuchen oder beteiligten sich an einer der zahlreich angebotenen Aktivitäten, wie Urban Kaiser, Leiter des Amts für Alter und Gesundheit, sagt. Und auch Stadträtin Elsbeth Aepli Stettler, Vorsteherin des Departements für Alter und Gesundheit, zieht eine positive Bilanz über das Angebot, das aus dem städtischen Projekt Awiq (Älter werden im Quartier) hervorgegangen ist. Es habe sich gezeigt, dass der Kurz-Dorf-Träff den Leuten im Quartier ein Bedürfnis sei.

Der erste Treff im neuen Daheim im Viva findet am 19. Juni statt, nun also an einem Montag und nicht mehr mittwochs. Der Wochentag wechselt, die Öffnungszeiten bleiben dieselben, nämlich von 14 bis 17 Uhr.

Eisenwerk war gute Übergangslösung

«Das Begegnungszentrum Viva war von Anfang an unser Favorit für den Kurz-Dorf-Träff, die Evangelische Kirchgemeinde offen dafür», sagt Stadträtin Aepli. Der Enthusiasmus der Betreiberschaft des Treffpunkts war dem Zeitplan des Viva-Neubaus aber weit voraus. «Wir wollten Schub geben statt das Engagement abbremsen», erklärt Amtsleiter Kaiser. Deshalb habe man sich für das Eisenwerk als Übergangslösung entschieden. Die Zusammenarbeit mit dem Eisenwerk sei sehr gut verlaufen. «Die Genossenschaft kam uns verschiedentlich entgegen», sagt Aepli.

Eine Umfrage bei der Betriebsgruppe, den Helfern und der grossen Zahl an Stammgästen am Treff hat laut Urban Kaiser ergeben, dass ein Wechsel auf den Montagnachmittag nicht nachteilig, sondern durchaus erwünscht ist. Ein Vorteil im Viva ist, dass die Räumlichkeiten kleiner sind als der Eisenwerksaal. Es verläuft sich weniger. Zudem gibt es eine Gastroküche, die genutzt werden kann. Vielleicht lasse sich so das Mittagstisch-Angebot wieder anschieben, das im Eisenwerk auf wenig Anklang stiess, sagt Kaiser. Es gebe auf jeden Fall mehrere Personen, die sich vorstellen könnten, für eine grössere Zahl von Besuchern zu kochen.

Am 19. Juni findet nach dem ersten Kurz-Dorf-Träff im Viva ein Etappenhalt des Awiq-Projekts statt. Das bedeutet unter anderem, dass die Projektfinanzierung durch die externe Age-Stiftung endet. So läuft der Kurz-Dorf-Träff zwar unter der Begleitung der Stadt weiter, das Angebot muss sich aber zukünftig selber finanzieren. Durch die ehrenamtliche Arbeit ist der Treffpunkt zum Glück relativ kostengünstig. Und die Stadt übernimmt vorläufig noch die Miete der Räumlichkeiten. Man hoffe auf Spenden, sagt Urban Kaiser. Grad letzthin sei ein grösserer Betrag eingegangen. Dass sich die Betriebsgruppe in einem Verein organisiert, sei vorerst nicht geplant.

«Es braucht die aktive Mitwirkung»

Wie Stadträtin Aepli erklärt, sei man im Gespräch mit den Quartiervereinen Langdorf und Huben. Zur Diskussion stehe, ähnliche Treffpunktangebote, massgeschneidert auf das jeweilige Quartier, aufzugleisen. Wichtig sei dabei aber, dass die Initiative aus den Quartieren selber komme. «Wir helfen, etwas anzuschieben, und begleiten mit, aber es braucht die aktive Mitwirkung der Quartierbewohner.»

Am Mittwoch, 15. Juni, findet der Kurz-Dorf-Träff letztmals im Eisenwerk statt. Erstmals im Begegnungszentrum Viva (Rheinstrasse 46) öffnet das Angebot am Montag, 19. Juni, wie bisher von 14 bis 17 Uhr. Gleichentags ab 18 Uhr feiert das Projekt Awiq Etappenhalt im Viva. Wer sich im Kurz-Dorf-Träff engagieren will, ob als Helfer oder in der Betriebs­gruppe, meldet sich auf kurzdorftraeff@awiq.ch. www.awiq.ch

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