FRAUENFELD: Melissa Wohlwend ist der Hammer

Ein halbes Prozent Vorsprung hat der Hammerwerferin Melissa Wohlwend zum Titel Frauenfelder Sportlerin des Jahres 2015 gereicht. Die 16jährige Schweizer Meisterin und Thurgauer Rekordhalterin wurde gestern abend im Bürgersaal des Rathauses geehrt.

Samuel Koch
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Frauenfelds Sportlerin des Jahres 2015 – die Hammerwerferin Melissa Wohlwend vom Leichtathletik Club Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Frauenfelds Sportlerin des Jahres 2015 – die Hammerwerferin Melissa Wohlwend vom Leichtathletik Club Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. 26,9 Prozent der Stimmen haben zum Sieg gereicht. Damit hat Hammerwerferin Melissa Wohlwend vom Leichtathletik-Club Frauenfeld die Vorjahressiegerin und Vereinskollegin Angelica Moser nur hauchdünn auf Rang 2 verdrängt. Blumen, viel Applaus sowie ein Scheck über 1000 Franken sind der Lohn für ihre Leistungen im vergangenen Jahr. Aber auch viel Ruhm und Ehre wurden ihr im Rathaus Frauenfeld vor über hundert Gästen zuteil.

Mithilfe der Familie zum Sieg

«Ich bin sehr überrascht, obwohl ich viel Werbung gemacht habe», sagt die frischgebackene Sportlerin des Jahres schmunzelnd. Denn für die Wahl zählen nicht nur die Stimmen der Jury der Vereinigung Frauenfelder Sportvereine – über die Hälfte der Voten werden vom Publikum abgegeben. «Meine Eltern und meine Geschwister haben alles gegeben», sagt die 16-Jährige, die nebst dem Sport eine Ausbildung zur Detailhändlerin in einer Bäckerei macht. «Ich bin eine gute Frühaufsteherin.»

Ausschlaggebend für die Wahl von Melissa Wohlwend war der Schweizer-Meister-Titel in Riehen vergangenen August. Zudem setzte sie mit ihrem drei Kilo schweren Hammer neue Massstäbe. Mit einer Weite von 44,97 Metern hat sie den 18 Jahre alten Thurgauer Rekord gebrochen. Der Sieg sei aber auch das Verdienst ihres Trainers André Steiger, mit dem sie dreimal in der Woche trainiert. «Er braucht mit mir manchmal ziemlich viel Nerven», sagt Wohlwend.

Viel Gratulationen und Dank

Nebst Melissa Wohlwend schafften es folgende Sportlerinnen und Sportler in die Top 5: Stabhochspringerin Angelica Moser, Kunstturner Till Habisreutinger, Eiskunstläuferin Nadine Badertscher und Sportschützin Patricia Facchin.

Insgesamt zeichnete Fabrizio Hugentobler bei der Sportlerehrung 29 Einzelsportler, zwölf Mannschaften und vier Sportler-Paare aus. Der Amtsleiter Freizeitanlagen und Sport sagte vor den Gästen: «Ich möchte nicht nur den Geehrten gratulieren – auch viele Helferinnen und Helfer im Hintergrund haben ein grosses Dankeschön verdient.»