FRAUENFELD: Lohnerhöhung für Thurgauer Polizisten

Der Thurgauer Regierungsrat hat entschieden, die Löhne der Thurgauer Polizistinnen und Polizisten im Jahr 2017 zu erhöhen. Grund sei unter anderem der erhebliche kantonale Unterschied, heisst es.

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Ab 2017 sollen die Löhne der Thurgauer Polizistinnen und Polizisten erhöht werden. Angestrebt wird eine Angleichung an den durchschnittlichen Lohn von kantonalen Angestellten. (Bild: Reto Martin)

Ab 2017 sollen die Löhne der Thurgauer Polizistinnen und Polizisten erhöht werden. Angestrebt wird eine Angleichung an den durchschnittlichen Lohn von kantonalen Angestellten. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Die Lohnanpassungen bei der Thurgauer Polizei sind laut dem Regierungsrat nötig, da der Kanton in Bezug auf das Lohnniveau teilweise erheblich unter dem Marktwert liegt, wie ein 2014 lanciertes Projekt zur Lohnüberprüfung bei der Kantonspolizei zeigt. Dies betreffe insbesondere die unteren Grade, wie Polizist, Polizei-Gefreiter, Polizei-Korporal und Polizei-Wachtmeister, heisst es in einer Mitteilung.

Mehrkosten von rund einer Million Franken
"In den vergangenen Jahren hat dieser Umstand vor allem bei jüngeren Polizistinnen und Polizisten zu Austritten beziehungsweise Wechseln zu anderen Polizeikorps geführt", wie die Regierung weiter schreibt. Die Austrittsgespräche und weitere Hinweise haben laut der Untersuchung aufgezeigt, dass diese Fluktuation oft im Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen und der Lohnsituation bei der Kantonspolizei stand. Der Regierungsrat habe deshalb die Kantonspolizei und das Personalamt damit beauftragt, im Rahmen des Budgetprozesses 2017 und der Lohnrunde 2017 die Lohnanpassungen umzusetzen.

Angestrebt wird eine Anhebung auf 95 Prozent des Durchschnitts, was einer Angleichung an den durchschnittlichen Lohn der kantonalen Angestellten entspricht, wie es weiter im Communiqué heisst. Auch bei den Polizeiaspirantinnen und -aspiranten soll der Benchmark erreicht werden. Insgesamt dürften die Lohnanpassungen bei der Kantonspolizei zu Mehrkosten von rund einer Million Franken zuzüglich 25 Prozent Personalnebenkosten führen. (red.)

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