FRAUENFELD: Klassentreffen im Spital und rostige Lügen

Über 300 Besucher haben am Sonntag im Casino die Auftritte der Seniorenbühne gesehen. Die Laiendarsteller überzeugten bei den Premieren «Klasseträffe» und «Alte Lügen rosten nicht».

Andreas Taverner
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Christian Eichelberger (stehend) und Cyrill Fraefel zusammen mit Ruth Heininger spielen ihre Rollen im Stück «Klasseträffe». (Bild: Andreas Taverner)

Christian Eichelberger (stehend) und Cyrill Fraefel zusammen mit Ruth Heininger spielen ihre Rollen im Stück «Klasseträffe». (Bild: Andreas Taverner)

Lustspiel «Klasseträffe» einerseits, Schwank «Alte Lügen rosten nicht» andererseits: Mit diesen Stücken haben die Laien­darsteller der Seniorenbühne Frauenfeld vorgestern Sonntag die über 300 Personen im Casino begeistert.

Was ist aus dem Frauenhelden Fritz Wagner geworden? Und was macht Oskar Roth? Dies versucht unter anderem die echte Landfrau Vreni Kaufmann spielend herauszufinden. Sie wird dabei von der spritzigen, frechen und schlagfertigen Serviertochter Gabi tatkräftig unterstützt. So wird der Wunsch von Fritz nach einer Kratzbürste prompt mit einer echten erfüllt. Dabei wollte der Frauenheld bei den Damen etwas ganz anderes erreichen. Oskar, der viel in der Schule schlief und in der 6. Klasse in die RS eingezogen wurde, erörtert die Vor- und Nachteile des Heiratens. Grittli hat es im Leben weit gebracht. Allein ihr Auftritt in einer goldfarbenen Jacke verrät, dass sie auf Mode grossen Wert legt. Doch wo ist die Wirtin? Sie liegt mit einem Beinbruch im Spital. So wird das Klassentreffen schliesslich dort abgehalten.

Dass alte Lügen keinen Rost ansetzen, müssen das Hausmädchen Elvira, gespielt von Margrit Isenring, und die vermeintliche Freundin Claire, gespielt von Peggy Joseph, die es anscheinend zu Ansehen und Reichtum gebracht hat, schmerzlich erfahren. Denn als Elvira Claire eine erfolgreiche Anwältin vorgaukelt, wissen beide nicht, dass die Züge bestreikt werden. So kommt Frieda von Rotz, Elviras Chefin, nach gut 20 Minuten bereits zurück. Dass eine Prüferin die Arbeit des Hausmädchens einen Tag früher als angekündigt begutachten will, trägt noch mehr zum Durch­einander bei. Für Elvira steht viel auf dem Spiel. Will sie den ersten Preis, eine Reise nach Las Vegas, gewinnen, muss sie als Dienstmädchen die Prüferin überzeugen. Unterdessen hat jedoch ihre Chefin diese Rolle inne.

 

Andreas Taverner

frauenfeld

@thurgauerzeitung.ch

Wiederholung Am 18. Februar ab 19.30 Uhr spielt die Seniorenbühne die Stücke im kath. Pfarreizentrum Klösterli nochmals.