Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FRAUENFELD: Kantonsarzt zum Asbest: «Hautkontakt ist ungefährlich»

Olivier Kappeler ist als Kantonsarzt Leiter des Amtes für Gesundheit im Kanton Thurgau. Er klärt im Interview über Asbest auf. Über 70 Personen der kantonalen Verwaltung mussten diesen Monat ihren Arbeitsplatz räumen, weil Asbest gefunden wurde.
Olivier Kappeler, Thurgauer Kantonsarzt. (Bild: Reto Martin)

Olivier Kappeler, Thurgauer Kantonsarzt. (Bild: Reto Martin)

Olivier Kappeler, wann wird Asbest gesundheitsschädlich?
So lange Asbest in Baumateria­lien festgebunden ist, stellt er keine Gefahr dar. Werden jedoch Asbestfasern freigesetzt und wird über längere Zeit eine gewisse Konzentration eingeatmet, kann dies die Gesundheit in hohem Masse gefährden. Um sich und andere zu schützen, muss mit Asbest korrekt umgegangen werden.

Was genau ist Asbest?
Asbest ist eine natürliche, in serpentin- und hornblendehaltigem Gestein vorkommende mineralische Faser, welche – in geringem Ausmass – in unserer Umwelt vorkommt. Asbest wurde als Werkstoff eingesetzt. Die Verwendung ist seit 1990 verboten, aber der gefährliche Wirkstoff ist weiterhin in vielen Gebäuden anzutreffen.

Gibt es Untersuchungen, um Krankheiten durch Asbest frühzeitig zu diagnostizieren?
Es gibt keinen Test, der die Gefährdung unmittelbar beurteilt. Erkrankungen der Lunge, des Brust- und Bauchfells, insbesondere das Mesotheliom, können lange nach der Exposition noch auftreten. In diesem Fall gilt es dann zu beurteilen, ob Asbest ursächlich an der Entstehung der Krankheit beteiligt war.

Worauf sollten Betroffene achten, die mit Asbest in Berührung kamen?
Asbestfasern sind erst problematisch, wenn sie in die Luft gewirbelt und eingeatmet werden. Blosse Ablagerungen von Asbeststaub, der Transfer von Fingern in den Mund oder den Verdauungstrakt sind unproblematisch. Es besteht auch keine Gefährdung durch den blossen Hautkontakt. Gefährlich wird Asbest erst in den Atemwegen. Im ­Einzelfall ist eine Gefährdung durch Asbest zu klären. Ich rate, dies mit dem Arbeitgeber, bei Bedarf unter Beizug eines Arbeitsmediziners oder der Suva, zu klären. (ibi)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.