FRAUENFELD: Kanton Thurgau will bei Waldbeobachtungsprogramm weiter mitmachen

Der Kanton Thurgau will sich weiterhin am interkantonalen Waldbeobachtungsprogramm beteiligen. Der Regierungsrat hat für die Jahre 2018 bis 2021 einen Betrag von 260'000 Franken bewilligt. Davon übernimmt der Bund 40 Prozent.

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Der Regierungsrat hat für die Jahre 2018 bis 2021 einen Betrag von 260'000 Franken für das Waldbeobachtungsprogramm bewilligt. (Bild: Reto Martin)

Der Regierungsrat hat für die Jahre 2018 bis 2021 einen Betrag von 260'000 Franken für das Waldbeobachtungsprogramm bewilligt. (Bild: Reto Martin)

Das Forstamt Thurgau beteiligt sich seit 2006 an dem Beobachtungsprogramm, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Donnerstag heisst. Sechs Waldgebiete im Kanton gehören zum Netz.

Das Programm wurde bereits 1984 gestartet, als grössere Waldschäden aufmerken liessen. Das Institut für Angewandte Pflanzenbiologie in Schönenbuch BL beobachtet mit wissenschaftlichen Methoden die Baumarten Fichte, Buche und Eiche auf insgesamt 171 Beobachtungsflächen.

Die bisherigen Beobachtungen zeigten, dass sich die schleichenden Prozesse namentlich im Boden ungünstig auf die Gesundheit der Bäume sowie die Stabilität und das Wachstum des Waldes auswirkten, heisst es in der Mitteilung. Auslöser sei die grossflächige Ablagerung von über die Luft verfrachteten Schadstoffen im Wald.

Ziel des Beobachtungsprogramms sei es, Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen, um den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes sicherzustellen. Die schleichenden Veränderungen im Waldzustand sollen festgestellt, die Wirkungszusammenhänge erkannt und Risiken frühzeitig abgeschätzt werden.

Aus allen Erkenntnissen werden Strategien zur Risiko-Minimierung abgeleitet, heisst es weiter. Und für die Forstpraxis werden Empfehlungen und Massnahmen zur Verminderung von Belastungen erarbeitet.

Neben dem Thurgau sind folgende Kantone mit dabei: Aargau, Bern, beide Basel, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Solothurn, Schwyz, Uri, Zug und Zürich. (sda)