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FRAUENFELD: Juristen, Trash und Lina Button

Drei Idealisten verwandeln die Freie Strasse diesen Freitag und Samstag in eine Konzertbühne. Bei «Musig i dä Stadt» geht’s von Seventies-Rock bis Balkan-Pop. Tausend Besucher sollen kommen.
Mathias Frei
Popsängerin Lina Button. (Bild: Mali Lazell/PD)

Popsängerin Lina Button. (Bild: Mali Lazell/PD)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Die einen Bands laden sich selber ein, und die anderen brauchen als Verpflegung nach dem Auftritt eine Flasche Sliwowitz. So ist das bei «Musig i dä Stadt». Dieses Wochenende, Freitag und Samstag, geht das Altstadt-Open-Air bereits im fünften Jahr über die Bühne. Auf ebendieser zeigt sich zum Beispiel Lina Button. Die schöne und schön bekannte Heimweh-Pfynerin füllt mit ihrem Pop nicht nur Musikclubs, sondern steht neuerdings auch für 1.-August-Reden vor Publikum. Bei «Musig i dä Stadt» 2016 hielt sie aber keine Ansprache. Sie spielte mit ihrer Kinderlieder-Combo Silberbüx. Und es habe ihr so gefallen, dass sie unbedingt wieder habe spielen wollen in der Freie Strasse. Das erzählt Stefan Rutishauser. Marco Kern, Mike Surer und er sind die Köpfe hinter dem kleinen, feinen Stadtfestival. Dass Bands sich selber einladen, spricht für die drei Herren.

Auch heuer würden sie wieder insgesamt tausend Besucher erwarten, sagt Rutishauser. Und auch heuer kosten die Konzerte keinen Eintritt. «Solange wir veranstalten, verlangen wir keinen Eintritt.» Und trotzdem lässt sich das Festivalprogramm sehen.

Sliwowitz, Trester und Sänger, die rappen

Da ist eben Lina Button (Samstag, 20.45 Uhr). Und da ist auch das Suma Covjek Orkestar (Samstag, 22 Uhr), die neunköpfige Balkan-Beats-Kapelle aus Zürich mit Noam Szyfer aus Frauenfeld an der Gitarre. Richtig geraten: Hier braucht es den Sliwowitz. Hier wird getanzt, hier rappen die zwei Sänger.

Ebenfalls hochprozentig geht es bei Trash Thurgau (Samstag, 18.30 Uhr) zu. Das Trio besteht zu 66,6 Prozent aus Thurgauern, dazu gesellt sich ein Zürcher, der sich wie seine Bandkollegen auch gerne dem Tresterschnaps (mit Zucker) und dem Trester-Rock hingibt. Die Band mit dem Poetry-Slam-Urgestein Ivo Engeler wurde vergangenes Jahr durch den inoffiziellen, jedoch von der Uefa boykottierten Euro-2016-Song «Fuessballsong» bekannt. Vom Trio zum Quartett, zu Guilty Andy And His Defenders (Freitag, 18.30 Uhr). Die Winterthurer Rock’n’Roll- und Rockabilly-Combo besteht aus vier Juristen. Für Schlagzeuger Dorian «Bea­ter» Müller, Sohn des Gachnanger Gemeindepräsidenten, ist es ein Heimspiel.

Nicht anders ist die Situation bei den Lokalmatadoren von ­Obacht (Freitag, 20.30 Uhr). Aus dem Low-Fidelity-Ein-Mann-Projekt des Frauenfelders Tobias Rüetschi ist eine vierköpfige Liveband entstanden, die sich dem teils psychedelisch-melodiösen und immer kantigen Garagen-Rock hingibt. Folk, Pop und sphärische Synthesizerklänge gibt es von der Frauenfelder WG-Band Oku (Samstag, 17.30 Uhr). Das Trio spielt bei «Musig i dä Stadt» sein erstes Konzert. Man darf gespannt sein.

Definitiv kein Geheimtipp mehr sind die fünf Herren von Jack Slamer (Freitag, 21.45 Uhr) aus Winterthur. Mit ihrem eingängigen Retro-Rock sind sie im April SRF 3-Best-Talent geworden und werden von den Radiostationen rauf- und runtergespielt. Und den Höhepunkt für die kleinen Konzertbesucher bilden Christian Schenker & Grüüveli Tüüfeli mit ihren Kinderliedern (Samstag, 15.30 Uhr). Das ist übrigens auch Musik für Mami und Papi. Also hereinspaziert.

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