FRAUENFELD: Jugendliche zeigen, was sie können

In feierlichem Rahmen hat die Stiftung Jugendförderung Thurgau im Bildungszentrum Frauenfeld fünf hervorragende Projektarbeiten ausgezeichnet.

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Dominik Beringer, Stefan Ghiselli, Willi Levin, Jonathan Gruss, Nino Heiz, Nico Kalinowski, Felix Baumann und Lucas Spring. (Bild: Hugo Berger)

Dominik Beringer, Stefan Ghiselli, Willi Levin, Jonathan Gruss, Nino Heiz, Nico Kalinowski, Felix Baumann und Lucas Spring. (Bild: Hugo Berger)

Es sei wichtig, dass gute Arbeit belohnt werde, sagte Rektor René Strasser an der Preisverleihung der Stiftung Jugendförderung Thurgau in der voll besetzten Aula im Bildungszentrum für Technik Frauenfeld. Der Anlass sei für die jungen Menschen Motivation und zugleich ein Startschuss für das weitere Studium.» Die Hochschule nimmt euch gerne auf», versicherte Strasser.

Fünf Projektarbeiten wurden sodann von den Maturanden selbstsicher und anschaulich präsentiert. Ein schönes Beispiel, wie aus Theorie Praxis werden kann, zeigte die Arbeit von Felix Baumann und Lucas Spring. Mit Hilfe von simplen elektronischen Bauteilen zeigten sie, wie die Schwingung eines Drahtes als hörbarer akustischer Ton über einen Lautsprecher wiedergegeben werden kann. Ganz anders die Arbeit von Nino Heiz und Nico Kalinowski. Sie überlegten sich, wie man trockene Theorie oder abstrakte Experimente aus dem Physikunterricht spannend und für Kinder verständlich präsentieren kann. Das ist ihnen gelungen, indem sie das Ganze in eine kleine pädagogisch wertvolle Geschichte verpacken. Darüber hinaus beschäftigten sie sich auch mit der Rentabilität und den Marktchancen ihres Produktes.
 

Eine Brücke für Fussgänger und Strassenverkehr

Bei der Projektarbeit von Jonathan Gruss und Jonas Hausammann kann man sich gut vorstellen, dass diese Idee in der Wirtschaft Fuss fassen kann. Sie haben eine 27 Meter lange, temporäre Holzbrücke konstruiert, die in zwei Stunden zusammengebaut und in nur einem halben Arbeitstag komplett installiert werden kann. Die Brücke ist für den Strassenverkehr und Fussgänger benutzbar und lässt sich dadurch ideal bei Sanierungsarbeiten oder als Provisorium einsetzen.

Stefan Ghiselli und Dominik Beringer haben sich an ein anspruchsvolles Thema gewagt: Sie erforschten die Erzeugung und die Verbesserung des Auftriebs bei Flugzeugen. Ihre Arbeit setzte ein intensives Studium des aerodynamischen Auftriebs voraus. Um die Auswirkung der beweglichen Elemente einer Tragfläche zu untersuchen, bauten sie ein Flügelmodell eines Airbus A320 nach.

Das Projekt von Levin Willi und Marco Zellweger befasst sich mit der Energiegewinnung durch Wasserkraft. Sie haben ein Wasserrad im Massstab 1:10 gebaut. Zudem stellten sie Berechnungen zur Realisierung eines Projekts in Originalgrösse an. Diese ergaben, dass sich ein Wasserrad am Mühlwiesenkanal wirtschaftlich nicht lohnen würde.

 

Hugo Berger

thurgau@thurgauerzeitung.ch