FRAUENFELD: «Jeder Einbruch ist einer zu viel»

In einer Mail macht der Präsident des Quartiervereins Huben auf Einbrecher aufmerksam. Gemäss der Kantonspolizei Thurgau ist die Lage betreffend Einbrüchen aktuell aber eher ruhig.

Rahel Haag
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Während der dunklen Jahreszeit treiben wieder vermehrt Einbrecher ihr Unwesen. Auch in Frauenfeld. Vergangene Woche verschickte Peter Wanner, Präsident des Quartiervereins Huben, eine Mail an rund 250 Mitglieder. Darin gibt er die Warnung eines Bekannten weiter, dass sich Einbrüche oder Versuche von Einbrüchen im Quartier häuften.

Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, bestätigt, dass es am 20. November zu einem versuchten Einbruch kam. Nur einen Tag später wurde in der Nähe des ersten Vorfalls tatsächlich eingebrochen. «Die Spurensicherung war vor Ort und die Ermittlungen laufen», sagt Meili. Ausserdem gab es am vergangenen Wochenende zwei Einbrüche an der Wannenfeldstrasse. Dennoch sei die Lage betreffend Einbrüche aktuell aber eher ruhig. «Selbstverständlich ist aber jeder Einbruch einer zu viel.» Gleichzeitig gab es 2017 statistisch gesehen bisher weniger Einbrüche als im Vorjahr. 2016 seien es im gesamten Kanton 722 Einbrüche gewesen. «Geht es so weiter, werden es in diesem Jahr weniger sein.»

Ein Licht brennen oder den Fernseher laufen lassen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Einbrüchen vorzubeugen. «Wir empfehlen, das Haus nicht stockdunkel zurückzulassen, wenn man es verlässt, und Fenster und Türen immer abzuschliessen», sagt Meili. Ein brennendes Licht oder ein laufender Fernseher könnten abschreckend wirken. «Viele Einbrecher entscheiden relativ spontan, ob und wo sie einbrechen.» Haben sie den Eindruck, dass jemand zu Hause ist, gehen viele das Risiko nicht ein. «Zudem kann diese Massnahme schnell umgesetzt werden.» Darüber hinaus könne man Fenster und Türen verstärken oder eine Alarmanlage installieren. Wer etwas Verdächtiges beobachte, solle sich zudem sofort bei der Polizei über die Notrufnummer 117 melden. Darauf werde mit der Kampagne «Gemeinsam gegen Einbrecher» aufmerksam gemacht.

Auch Peter Wanner will in Zukunft genauer hinschauen, wenn es darum gehe, wer sich im Quartier aufhalte. «Ich will aber keine Angst schüren», sagt er. Wanner selber sei bisher «zum Glück» von Einbrüchen verschont geblieben. «Doch bei unseren Nachbarn wurde vor Jahren einmal eingebrochen», sagt er. Auf seine Mail hin hätten sich rund 20 Vereinsmitglieder gemeldet und sich für den Hinweis bedankt. «Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass es einen nicht trifft.»

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

www.kapo.tg.ch/einbruch