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FRAUENFELD: Glühwein und viel Herzblut am Frauenfelder Weihnachtsmarkt

Rund 35000 Besucherinnen und Besucher haben den Weihnachtsmarkt besucht. Laut Schätzungen des OKs sind das etwa gleich viele wie im Vorjahr. Der Markt bot an rund 170 Ständen ein breites weihnachtliches Angebot.
Hugo Berger
Zwischen den Ständen des Weihnachtsmarkts in der Freie Strasse drängt sich das Volk. (Bild: Donato Caspari)

Zwischen den Ständen des Weihnachtsmarkts in der Freie Strasse drängt sich das Volk. (Bild: Donato Caspari)

Hugo Berger

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Noch vor wenigen Tagen waren die Standbetreiber in der Altstadt dabei, ihre Ware herbeizuschaffen und die Stände einzurichten. Welch grosse Arbeit sie geleistet haben, konnten die zahlreichen Besucher am vergangenen Wochenende erleben. Die rund 170 kleinen Holzhäuschen sind mit Sternen, Lichterketten und Tannenzweigen geschmückt. Das vielfältige Angebot wird anschaulich präsentiert. Es riecht nach Bratwürsten, Käsefondue und Glühwein. Für den grossen und kleinen Hunger ist gesorgt. An der Ecke Freistrasse/Kirchstrasse erfreut der Musikverein Stettfurt-Matzingen die Besucher mit Weihnachtsliedern wie «Süsser die Glocken nie klingen ...».

Erstmals mit einem Stand am Weihnachtsmarkt ist die RestEssBar Frauenfeld. «Wir wollen mal sehen, wie es läuft. Zusätzliche Einnahmen sind immer willkommen», meint Elsbeth Küenzler. Der Besucher kann sich über den Verein informieren und eine warme Suppe geniessen.

Markgeschrei für einen guten Zweck

Wer etwas verkaufen will, muss in der grossen Menge der Anbieter auf sich aufmerksam machen. Da und dort wird der Vorbeiflanierende angesprochen und mit kleinen «Versucherli» gelockt. Eine laute Frauenstimme schreit: «Bratwurst und Glühwein!» Brigitte Portillo heisst die Marktschreierin. Und sie meint lächelnd: «Anfangs braucht es etwas Überwindung, aber weil der Erlös dem Plättli-Zoo zugute kommt, mach ich das gerne.» Ruhiger ist es am Stand von Hans Blättler. Und erst beim zweiten Blick entdeckt man die grosse Handwerkskunst, die hinter seinen gedrechselten Haushaltgeräten wie Mühlen und Schneidgeräten steckt. Alles Handarbeit, und er wisse praktisch bei jedem Gerät, von welchem Baum das Holz stamme, versichert der Handwerker, der in Dübendorf einen Kleinbetrieb führt. Viel Herzblut steckt auch in den Geschenkpäckli von Hilde Market. Der Inhalt besteht schlicht und einfach aus einer Handseife; doch die Verpackung wird mit Kräutern aus dem eigenen Garten so verziert, dass ein kleines Kunstwerk daraus entsteht. «Nebst meinem Beruf als Schuhverkäuferin brauche ich einfach meinen Garten, um in der Erde zu wühlen», sagt die kreative Frau.

Keine Weihnachten ohne Engel. Es gibt sie in allen Variationen und Materialien, aus Ton, Blech, Guss und Holz. Beni Engelers Engel werden aus einem rohen Stück Holz mit der Motorsäge herausgesägt. «Früher habe ich Skulpturen aus Beton geformt, seit meiner Pensionierung verwende ein leichteres Material», scherzt der frühere Baupolier.

Dass die Aussteller aus weitem Umkreis und aus verschiedenen Ecken der Schweiz am Frauenfelder Weihnachtsmarkt teilnehmen, zeigt die romanische Anschrift «il savun» am Stand von Beatrice Ducroca. Die gebürtige Genferin hat einen Wohnsitz in Ennetbaden und im Bündnerischen Lumbrein. Dort stellt sie auch ihre Naturseife aus verschiedenen Kräutern her.

Natürlich hat auch der Weihnachtsmann seine Aufwartung an der Ausstellung gemacht. Brav sagen die Kinder ihr Sprüchlein auf und bekommen dafür ein kleines Geschenk. Aber wo sind der Esel und der Schmutzli? «Der sitzt im Auto», scherzt der Niklaus und meint nüchtern: «Ich mache Reklame für eine Autofirma.»

Wer den Markt abläuft, wird des Schauens müde. Insbesondere den Kindern geht es so. Eine Mutter mit drei Kindern flaniert zwischen den Ständen, bleibt oft stehen und sieht sich die Auslagen an. «Wir wollen endlich zum Kinderschminken», drängen die Kinder. Die Mutter lässt sich Zeit. Derweil vertreiben sich die Kinder die Zeit mit dem Handy.

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