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FRAUENFELD: Fürs Herz und fürs Gmüet

Vor ausverkauften Rängen bot das einheimische Jodel-Doppelquartett am Samstagabend im Casino viel Unterhaltung mit volkstümlichen Liedern. Dazu gab es Theater mit Gülle und Mist für die Schönheit.
Hugo Berger
Jodlerin Ruth Wick mit ihren Gspänli vom Jodel-Doppelquartett auf der Bühne. (Bild: Reto Martin)

Jodlerin Ruth Wick mit ihren Gspänli vom Jodel-Doppelquartett auf der Bühne. (Bild: Reto Martin)

Hugo Berger

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Das Casino ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Es riecht nach Beinschinken und Kraut. Das Stimmengewirr bricht sofort ab, als sich der Vorhang öffnet: Da stehen sie in weitem Halbkreis; in der Mitte die Frauen mit weiten Schürzen, flankiert von den Mannen in grüner Kutte und schwarzem Hut, die Hände behäbig in die Hosentasche gesteckt. Mit «Summermorge» von Ueli Zahnd zieht das Jodel-Doppelquartett die Zuhörer vom ersten Augenblick an in ihren Bann. Es folgt das sanfte, fast wehmutige Lied «I bi-ne Burebueb» von Fritz Hofer. Starken Applaus erntet das Duett Christine Tschanz und Bernadette Müller mit «Chumm los doch zue». Einen weiteren Höhepunkt erwartete die Zuhörer nach der kleinen Pause mit der «Oergeli-Kleinformation» von Christoph und Aurelia Wick. Das Jodellied «Fürs Herz und s’Gmüet» von Matthias Zogg bildet den Schluss des ersten Programmteils. Doch das Publikum möchte noch mehr hören und erklatscht sich zwei weitere Vorträge.

Der anschliessende Einakter «Gülle, Mischt und Schönheitskur» wurde von der eigenen Theatergruppe mit Können und viel Herzblut gespielt. Und die Handlung stand ganz unter dem Motto des Abends: «Wellness fürs Gemüt.» Schauplatz ist die Bauernstube der beiden Schwestern Trudi und Rösli. Diese haben ein Problem, genauer gesagt sogar zwei: Ihnen fehlt das Geld, um den Hof zu modernisieren, und vier starke Armen, welche die Arbeit ausführen. Sie möchten endlich in den Hafen der Ehe einlaufen. Aber weil die beiden nicht mit Schönheit gesegnet sind, ist das gar nicht so einfach. Da kommt das Angebot einer Kosmetikfirma gerade recht: Diese sucht einen Lieferanten für Gülle, mit welcher sie ein Wundermittel herstellt, das Hässliche in Schönheiten verwandelt. Das genaue Rezept will der Wissenschaftler Eugen Hansenfratz, gespielt von Elias Schönenberger, nicht verraten. Und weil die Wirkung nicht so rasch erzielt wird, greift Werbefachmann Harry Müller (Beni Buchter) zu einem Trick: Die Schauspielerin Mizzi (Maria Reichmuth) spielt im Werbespot «Vorher/Nachher» die durch die Güllenkur verschönerte Bäuerin Trudi. Dass das nicht gut geht, liegt auf der Hand. Doch Ende gut, alles gut: Der Wunsch der beiden Schwestern geht in Erfüllung: Die eine heiratet den Wissenschaftler, die andere einen Viehhändler, der eigentlich eine Kuh kaufen wollte.

Auf der Suche nach Sängerinnen und Sängern

Das Jodel-Doppelquartett Frauenfeld kann auf eine lange Tradition zurückblicken, besteht es doch seit über 70 Jahren. Momentan stehen 16 Sänger, davon zwei Jodler und vier Jodlerinnen, in seinen Reihen. Geprobt wird einmal in der Woche. Mit den Proben für den «Jodler-Obig» wird laut Vize-Präsidentin Bernadette Müller bereits im Herbst begonnen. «Das Singen im Verein und die Kameradschaft geben mir viel Freude», sagt sie. Die Kameradschaft und die Lust am Singen stehen auch für Dirigent Kurt Schweizer im Vordergrund. Nach seinen Wünschen gefragt meint er: «Ich wünsche mir vor allem, dass die Leute gerne zum Singen kommen». Neue Sänger und Sängerinnen sind herzlich willkommen. Wer Interesse hat, kann den «Schnupper-Probeabend» besuchen. Er findet am 5. März um 20.15 Uhr im Probelokal im Haus Ergaten des Alterszentrums Park in Frauenfeld statt.

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