FRAUENFELD: Etwas mehr Licht für Sanierungspläne

Trotz fehlenden Unterhaltsplans für städtische Liegenschaften und Sportstätten plant der Stadtrat Investitionen. Bis 2024 stehen mehrere Projekte an, über deren Kosten und Zeitplan informiert die Exekutive aber erst zu gegebener Zeit.

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Die Sanierung des Hallen-, Frei- und Sprudelbads geniesst in den Investitionsplänen der Stadt Priorität. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Die Sanierung des Hallen-, Frei- und Sprudelbads geniesst in den Investitionsplänen der Stadt Priorität. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Auf einzelne parlamentarische Fragen gibt der Stadtrat längere Antworten. So wie er es zur ­Einfachen Anfrage von SVP-Gemeinderat Andreas Elliker mit dem Titel «Investitionen der Stadt Frauenfeld bis 2024» getan hat. Den sechs Fragen aus dem Postulat lässt der Stadtrat eine mehrseitige Ausführung folgen: über anstehende Investitionen, bisherige Arbeiten bezüglich Liegenschaftsverwaltung sowie einen Ausblick.

Investitionen sind primär aus dem Finanzplan abzulesen, der jeweils die dem Budget folgenden drei Jahre beinhaltet, schreibt der Stadtrat. Darin unterscheidet er zwischen Liegenschaften im Finanzvermögen und denjenigen im Verwaltungsvermögen. Erstere seien «mindestens 20 Jahre lang durch eine externe Immobilienverwaltung» betreut worden. Diese habe ihren Auftrag erfüllt, darin enthalten war jedoch weder die Erarbeitung einer Immobilienstrategie noch einer Unterhaltsplanung. «Insgesamt geht man vom Prinzip aus, das Bestehende möglichst lange nutzbar zu erhalten», erläutert der Stadtrat. Im Verwaltungsvermögen waren die Liegenschaften dem jeweiligen Amt zugewiesen, das sie nutzt. Bei Um- oder Anbauten sei jeweils das Amt für Hochbau und Stadtplanung involviert gewesen, eine zentrale Stelle wurde jedoch nicht geschaffen, «so dass auch liegenschaftenübergreifende Planungen nie erstellt wurden».

Es braucht Zeit für die Erarbeitung von Fachwissen

Die Verantwortlichen würden ihre Liegenschaften kennen und sich bei Bedarf im Rahmen der Budget- und Finanzplanung beim Finanzamt melden. So stehen etwa bis 2024 mehrere Projekte an, über deren Umfang, Kosten und Zeitpunkt bis heute jedoch nichts bekannt ist. Als mögliche Projekte, die zur Diskussion stehen, zählt der Stadtrat folgende auf: Hallenbad, Rüegerholzhalle, Werkhof/Stadtbus-Depot, Feuerwehrdepot, Sportanlagen Kleine Allmend, Pferdesportanlagen. Mit der Schaffung der Stelle «Liegenschaftenverwaltung» im Finanzamt konnte die Stadt seit 2015 Fachwissen erarbeiten sowie die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern fördern. Zuerst müsse jedoch die Geschichte der einzelnen Liegenschaften ­zusammengebracht werden, was nebst dem Alltagsgeschäft Zeit beanspruche. «Der Stadtrat ist sich der Bedeutung der eigenen Immobilien bewusst und daran interessiert, in absehbarer Zukunft eine detaillierte Übersicht über die eigenen Anlagen und Immobilien zu erhalten.» Unterhaltsplanungen seien Bestandteile einer Strategie, die der Stadtrat in dieser Legislatur erarbeiten lassen will. Trotzdem sei diese eine operative Aufgabe, welche Sache der Exekutive sei, nicht der Legislative. Der Gemeinderat werde aber orientiert, «sobald bereinigte Resultate vorliegen», erläutert der Stadtrat. (sko)