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FRAUENFELD: Erste Gehversuche auf dem Glatteis

Rund 35 Kinder schnuppern an der Eissportwoche Hockeyluft. Noch bis Freitag geben Eishockeyspieler auf der Kunsteisbahn ihr Können und Wissen an die Kleinsten weiter.
Samuel Koch
Beim Grossen abschauen: Leandra lernt, wie sie sich auf dem Eis vorwärts bewegen kann. (Bild: Donato Caspari)

Beim Grossen abschauen: Leandra lernt, wie sie sich auf dem Eis vorwärts bewegen kann. (Bild: Donato Caspari)

FRAUENFELD. Wenn sich die Jüngsten die Schlittschuhe schnüren, dann ist Zeit für die Eissportwoche. Ob im kunterbunten Skianzug oder im unifarbenen Eishockeytrikot, ob mit Velohelm, Winterhandschuhen oder kompletter Eishockeyausrüstung, ob mit Gehhilfe oder schon frei fahrend – beäugt wurden sie alle von den Eltern auf der Tribüne oder hinter der Bande. Rund 35 Kinder nehmen derzeit an der Eissportwoche in der Frauenfelder Kunsteisbahn teil, geleitet von Spielern und Funktionären des Eishockeyclubs.

«Mein Sohn Harold ist das erste Mal hier, und er soll eine neue Sportart erleben», sagt Jieyu Sun, die mit ihrer Familie erst seit drei Monaten in Frauenfeld lebt. Der Achtjährige selbst kurvt wie ein Grosser übers Eis, einzig das Bremsen beherrscht er noch nicht. «Wie geht das?», fragt er einen der Eishockeyspieler. «Das geht seitwärts», meint Robin Goldinger, der selber beim EHC spielt und seit der Jugend in den Herbstferien die Begeisterung für seinen Sport weitergibt. Harold versucht's, glücklicherweise gibt es aber noch die Bande, an der er sich abstützen kann.

Warmer Tee und ein Lied zur Aufmunterung

«Chris, du machst das super», ruft ihm seine Mutter aufs Eis. Der sechsjährige Kilian ist bei der Eissportwoche bereits das zweite Mal dabei, zieht ein paar Runden, kommt dann zur Bank und legt eine Pause ein: «Meine Füsse tun mir weh.» Eines der Mamis reicht ihm einen Becher mit warmem Tee – Balsam für die frustrierte Kinderseele. Trost gibt's auch für die kleine Martha mit Schuhgrösse 29. Trotz Ellbogenschoner macht sie sich am Arm weh, bittere Tränen kullern über ihre Wangen. «Heile, heile Säägä…», beginnt eine Mutter zu singen. Wenige Augenblicke später ist der Schmerz vergessen, und es geht wieder zurück aufs Glatteis.

Von Montag bis Freitag einmal morgens und nachmittags nimmt sich Nachwuchstrainer Röbi Sdovc der Kleinsten an. Für die Eissportwoche nimmt er sogar extra Ferien. «Das macht einfach sehr viel Spass», sagt er. Und auch Robin Goldinger nimmt sich Zeit für die Jüngsten. «Irgendeines dieser Kinder wird sicher einmal in der National League A spielen», sagt er. Wie Fabrice Herzog, der auch während der Eissportwoche erstmals Eishockeyluft schnupperte. «Heute spielt er bei den ZSC Lions und lebt vom Eishockeysport», sagt Goldinger.

Lieber festen Boden unter den Füssen

Die jüngste Teilnehmerin ist gerade einmal drei Jahre alt. Der vierjährige Yanick stützt sich an der Gehhilfe ab, andere nehmen dazu den Eishockeystock zur Hilfe. Immer wieder sucht Yanick den Weg vom Eis, hat Mühe, sich auf den Beinen zu halten. «Wir waren im vergangenen Jahr schon hier, und damals konnte er schon gut fahren», sagt seine Mutter Nathalie Meyer. Er wolle einmal Eishockeyspieler werden. Jetzt hat er aber lieber wieder festen Boden unter den Füssen. «Mal schauen, ob er das nach dieser Woche immer noch will», sagt sein Mami schmunzelnd.

Bevor nach einer guten Stunde Schluss ist, drehen alle geschlossen noch eine Runde. Dann ist fertig für den Vormittag, draussen warten die Eltern schon stolz auf ihre Kleinsten. Und trotz einiger blauen Flecken geht's am Nachmittag schon wieder mit den Schlittschuhen aufs Glatteis.

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