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FRAUENFELD: Eine Kiste für die Nachwelt

In der Walzmühle stehen die Bagger bereit. Gestern war offizieller Baustart zum Umbau des ehemaligen Industrieareals. Vier Jahre dauerte die Bewilligungs- und Planungsphase für das 36-Millionen-Projekt der Basler Immobilienfirma Hiag.
Stadtpräsident Anders Stokholm und Hiag-CEO Martin Durchschlag versenken die Kiste mit Unterlagen zum Walzmühle-Projekt in einer Grube. Damit ist der Grundstein für eine Umgestaltung des ehemaligen Industrieareals gelegt. (Bild: Donato Caspari)

Stadtpräsident Anders Stokholm und Hiag-CEO Martin Durchschlag versenken die Kiste mit Unterlagen zum Walzmühle-Projekt in einer Grube. Damit ist der Grundstein für eine Umgestaltung des ehemaligen Industrieareals gelegt. (Bild: Donato Caspari)

Früher als gedacht, aber später als geplant. Thorsten Eberle, Arealentwickler bei der Basler Immobilienfirma Hiag, war den Umständen entsprechend zufrieden, als er gestern in der Walzmühle das Kommando für die Grundsteinlegung gab. Stadtpräsident Anders Stokholm und Hiag-CEO Martin Durchschlag liessen eine Blechkiste an einem Seil in eine Grube hinab. Die Kiste enthält Dokumente aus dem Bewilligungsfahren für das 36 Millionen Franken teure Bauprojekt.

Perspektiven für ein geschichtsträchtiges Areal

Vor 17 Jahren zog sich die damalige Alu Menzikon aus dem Industriegelände zurück. Es begann die Zeit der Zwischennutzung. Als Geschäftsführer der Stiftung Zukunft Thurgau arbeitete Stadtpräsident Anders Stokholm einst selbst auf dem Areal, wo die Firma Sigg während Jahrzehnten Kochtöpfe, Raclette-Öfeli und Fondue-Rechauds hergestellt hatte. «Jede Frauenfelde­rin, jeder Frauenfelder hat einen Bezug zur Walzmühle», sagte Stokholm. Der Baubeginn zeige auf, welche Perspektiven geschichtsträchtige Areale in Frauenfeld haben können. Es gebe ja weitere Areale, die darauf warten, umfunktioniert zu werden, etwa die Stadtkaserne. Im Juli 2013 erwarb die Basler Immobilienfirma Hiag das Areal von den Vorbesitzern Kurt Huber und Luzi Wegmann. «Vier Jahre mögen lang erscheinen», sagte CEO Durchschlag. Angesichts einer künftigen Nutzung von 50 bis 100 Jahren relativiere sich diese Zeitspanne doch deutlich.

Mehrere Dutzend Wohn- und Gewerberäume

Die Umgestaltung geschieht nun in zwei Etappen. Vorerst sind der Shedbau im Norden und der Mittelbau an der Reihe. Im August beginnen die Abbrucharbeiten. Über den Winter wird die Tiefgarage ausgehoben. Im kommenden Frühling starten die Hochbauarbeiten. Als zweite Etappe ist in rund zwei Jahren der Umbau des historischen Walzmühle-Hauses an der Reihe. Es entstehen mehrere Dutzende Wohnungen und Gewerberäume. Hiag hat jüngst entscheiden, alle Einheiten zu vermieten. Ursprünglich war geplant, einen Teil im Wohneigentum abzugeben.

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

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