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FRAUENFELD: Eine Alternative für schwache Schüler

Der Kanton Thurgau schafft ein neues Ausbildungsangebot für schulisch schwache Jugendliche. Dank dem neuen kantonalen Ausbildungsattest sollen Menschen mit Beeinträchtigungen im ersten Arbeitsmarkt Fuss fassen können.
Wer schulisch zu schwach ist für eine herkömmliche Ausbildung, soll im Thurgau künftig eine Alternative erhalten. (Bild: Jakob Ineichen (Symbolbild))

Wer schulisch zu schwach ist für eine herkömmliche Ausbildung, soll im Thurgau künftig eine Alternative erhalten. (Bild: Jakob Ineichen (Symbolbild))

Der Grosse Rat Thurgau hat am Mittwoch eine entsprechende Gesetzesänderung beraten. Alle Fraktionen befürworteten das neue Ausbildungsangebot. Die Idee basiert auf einer SP-Motion, die das Kantonsparlament vor zwei Jahren guthiess. Eine erste Vorlage der Regierung hatte das Parlament zurückgewiesen, weil das Modell als zu starr bewertet wurde.

Höhere Anforderungen
Die Arbeitswelt sei im Umbruch, die intellektuellen und psychischen Anforderungen an Angestellte seien stark gestiegen. Menschen mit Beeinträchtigungen, die praktisch begabt, schulisch jedoch schwach seien, fielen seit der Streichung der eidgenössischen Anlehre durch die Maschen, waren sich die Befürworter einig.

Der Kanton Thurgau plant deshalb ein eigenes, niederschwelliges Ausbildungsangebot für Jugendliche, die die schulischen Anforderungen für eine Eidgenössische Berufsattest Ausbildung (EBA) nicht erfüllen, deren Intelligenzquotient (IQ) aber über der von der Invalidenversicherung (IV) festgelegten Schwelle von 70 Punkten liegt. Ziel ist, die jungen Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, damit sie nicht von der Invalidenversicherung (IV) oder der Sozialhilfe abhängig werden.

20 Jugendliche pro Jahr
Das neue Angebot sei für arbeits− und ausbildungswillige Jugendliche mit Defiziten gedacht, nicht für auffällige Jugendliche, die platziert werden müssten, sagte Erziehungsdirektorin Monika Knill (SVP). Der Kanton rechne mit 20 Jugendlichen und Kosten von rund 128'000 Franken pro Jahr. Das Angebot werde gestoppt, sobald der Bund eine Lösung präsentiere, um die bestehende Ausbildungslücke zu schliessen, sagte die Regierungsrätin. (sda)

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