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FRAUENFELD: Ein wunderbares Lebensgefühl

Das neunte Bluesfestival in der Rüegerholzhalle kam beim Publikum gut an. Es hätten durchaus noch mehr Einheimische den Weg an den Anlass finden dürfen, sagen Konzertbesucher.
Chris Marty
Blues im Blut: Pianist Angelo Signore aus Uster, Sängerin Larissa Baumann aus Hettlingen und Drummer Hannes Würgler aus Pfäffikon ZH.

Blues im Blut: Pianist Angelo Signore aus Uster, Sängerin Larissa Baumann aus Hettlingen und Drummer Hannes Würgler aus Pfäffikon ZH.

Chris Marty

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Es gibt wohl keine andere Musikrichtung, der man so viel Schwermut zuschreibt wie dem Blues: zu unrecht! Denn er kann aufmüpfig sein, fröhlich machen und gehörig das Tanzbein animieren. Blues beinhaltet viele Elemente anderer Musikrichtungen, etwa den Rhythmus des Funk, die Beschwingtheit des Jazz oder das Besinnliche des Souls. Blues ist Leben und ein wunderbares Lebensgefühl. Das erlebte man eindrücklich am 9. Bluesfestival Frauenfeld in der Festhalle Rüegerholz an diesem Wochenende.

Eine Thurgauerin setzt die Messlatte hoch

Sechs Bands mit Musikern aus Venezuela, Dänemark, Deutschland, den USA, Grossbritannien und der Schweiz spielten auf und zeigten, wie vielfältig Blues sein kann. Bereits die erste Band am Freitagabend setzte die Messlatte hoch. Für Sängerin Larissa Baumann (29, Hettlingen), ursprünglich Thurgauerin aus Mauren, und ihre Band war’s erst der zweite Auftritt im Kanton: «Es ist super hier! Wie ein Heimkommen! Von den Gästen kam viel zurück, und ich habe das Gefühl, dass ich mit meiner Musik die Leute bewegen konnte», verrät sie nach dem Konzert. Angelo Signore (54) aus Uster spielt in der Band Hammond-Orgel und Piano: «Das Line-up und die Organisation sind fantastisch!» findet auch er lobende Worte über Rudolf Laubacher und sein Organisationsteam. Am Schlagzeug spielt Hannes Würgler (54, Pfäffikon ZH): «Hier wird einem richtig warm ums Herz! Das Festival hat eine ideale Grösse und eine super Lichtshow. Kurz: Eins-A!» Gerne hätte er am Samstag Albie Donnelly und seine Supercharge aus Grossbritannien gehört, dem er bereits 1985 begegnete.

Aus Weinfelden kam Bert Olsen (47). Ihn fasziniert der zweite Act des Abends, die dänische Band Thorbjørn Risager & The Black Tornado. In einem Nebensatz verriet er, dass er Thorbjørn persönlich kenne: «Wir waren in Jyllinge bei Kopenhagen Nachbarn!» Auch Manuela Olsen (41, Weinfelden) beeindruckt die Band. Sie ist zum ersten Mal am Bluesfestival und von der Atmosphäre sehr beeindruckt: «Coole Deko, und es ist sehr heimelig», findet sie. Andy Eberle (40) aus Schönholzerswilen ist ebenfalls zum ersten Mal hier und Fan der Band: «Es war ein guter Entscheid ans Bluesfestival zu kommen!»

Manuela Tanner und Manuela Bilgery (beide 33) kommen aus Frauenfeld und Altnau. Ihr Liebling des Abends war die Earl Thomas Blues Band. Auch sie fanden viel Lob für die Organisation und die wunderschön hergerichtete Rüegerholzhalle. -

Stokholm annoncerer bandet på dansk

Ein kleines Intermezzo lieferte der Frauenfelder Stadtpräsident Anders Stokholm (51) mit seiner schweizerdeutsch-dänischen Ansage von Thorbjørn Risager und seiner Band. Gut gelaunt meint er: «Es herrscht eine geniale Stimmung am Festival und die rauchige Atmosphäre passt wunderbar zum Blues. Larissa Baumann gab den Massstab vor und Thorbjørn setzte noch einen drauf!». Auch er ist von der stimmungsvollen und jährlich wechselnden Gestaltung der Rüeger-holzhalle angetan. Gerne hätte er Albie Donnelly am Samstag gehört, musste aber passen. Auch seine Frau, Vera Stokholm (50, Frauenfeld), ist des Lobes voll: «Ich bin überrascht, dass der Thurgau einen solchen Blues-Spross hat!».

Ebenfalls rundum positive Worte, von der Organisation bis zur Bandauswahl, findet der Gemeindepräsident von Gachnang, Matthias Müller (65): «Ich war schon immer Bluesfan. Der geerdete und etwas dreckige Blues von Earl Thomas gefällt mir besonders gut.»

Wer bis am Schluss am Samstagabend blieb, wurde mit dem vielleicht grössten Highlight des diesjährigen Bluesfestivals belohnt: «The Boogiesoulmates feat. Jan Hirte mit der Sängerin Alicia Emmi Berg» aus Berlin, die den Blues mit viel Boogie Woogie neu inszenierte. Aber, um es in den Worten von Matthias Müller zu umschreiben: Es hätten durchaus noch mehr Frauenfelder den Weg an ein so geniales Festival in die Rüegerholzhalle finden dürfen!

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