FRAUENFELD: Ein weiterer Schritt ist geschafft

Nachdem der Stadtrat den Gestaltungsplan Kehlhofstrasse beschlossen hat, muss er noch vom Kanton bewilligt werden. Im Optimalfall wird die dort geplante Überbauung Ende 2018 bezugsbereit sein.

Rahel Haag
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Die Visualisierung zeigt die Ostfassade der geplanten Überbauung, die Richtung Kehlhofstrasse ausgerichtet sein wird. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt die Ostfassade der geplanten Überbauung, die Richtung Kehlhofstrasse ausgerichtet sein wird. (Bild: PD)

Rahel Haag

rahel.haag@thurgauerzeitung.ch

Es tut sich etwas im Planungs­gebiet Kehlhofstrasse. Vor zwei Wochen hat der Stadtrat die Aufhebung des Arealüberbauungsplans Maismühle von 1981 beschlossen. Er wird durch den Gestaltungsplan Kehlhof­strasse ersetzt (siehe Kasten). «Die Entscheidung, ob er bewilligt wird, liegt nun beim Kanton», sagt Architekt Jürg Pengler. Nach seiner Einschätzung wird das noch zwei bis drei Monate dauern. Er ist zuversichtlich, dass der Kanton grünes Licht gibt.

Bereits im Jahr 2010 begann Pengler mit der Planung einer Überbauung mit Wohn- und gewerblicher Nutzung auf dem Areal, das zum Teil der Immobiliengesellschaft H2J GmbH und damit ihm selber gehört. Geplant sind aufgrund der Nähe zur Stadt rund 32 Kleinwohnungen von Zweieinhalb- oder Dreieinhalb-zimmer. Die Nutzung eines Geschosses sei noch flexibel. «Dort könnte es beispielsweise ein Projekt für betreutes Wohnen, eine Arztpraxis oder Allgemeinräume geben.» Im Erdgeschoss, das an die Zürcher-, die Bahnhofs- sowie die Kehlhofstrasse grenzt, wird es Platz für Gewerbe geben. Ein bis fünf Anbieter könnten dort über 200 bis 750 Quadratmeter verfügen. Wer einziehen wird, ist derzeit noch offen. «Für die Wohnungen gibt es bereits diverse Interessenten.»

Bezug frühestens Ende 2018

Sie müssen sich allerdings noch gedulden. Erst wenn der Kanton den Gestaltungsplan bewilligt, kann Pengler das Baugesuch ausarbeiten und einreichen. Im Anschluss würde es, wie gewohnt, während 20 Tagen beim Amt für Hochbau und Stadtplanung zur Einsichtnahme aufgelegt. «Im Optimalfall wird Ende Jahr die Baubewilligung erteilt», sagt er. Sofern es keine Einsprachen oder andere Verzögerungen gebe, könnten die Mieter frühestens ein Jahr darauf, das heisst Ende 2018, einziehen. Die Kosten für das Projekt werden sich auf rund 20 Millionen Franken belaufen.

An die geplante Überbauung grenzt an der Bahnhofstrasse das Restaurant Pergola. «Es wird ­unverändert bestehen bleiben», sagt Penger. Zwar war im Richtplan eine Änderung angedacht, doch sie sei vom Grundeigentümer nicht gewünscht gewesen.

Leitbildstudie bildet Grundlage für das Projekt

«Die Stadt hat sich bereits im Jahr 2004 Gedanken zur Entwicklung des Gebiets gemacht», sagt Pengler. Fünf Jahre später wurde eine städtebauliche Leitbildstudie durch das Architekturbüro Stutz und Bolt Partner AG aus Winterthur durchgeführt und vom Stadtrat sowie der Fachkommission Hochbau als richtig emp­funden. Sie bildet denn auch die Grundlage für den Gestaltungsplan sowie das Bauprojekt. Dies zeigt sich unter anderem in der architektonischen Gestaltung: Der im Grundriss Z-förmige Bau soll mit Flachdächern versehen werden. Sie werden nicht begehbar sein und stattdessen «extensiv» begrünt werden, wie es im Planungsbericht heisst. Zudem wird ein niedriger Energieverbrauch vorgeschrieben. Deshalb können auf dem Dach beispielsweise Anlagen für die Energie- oder Wärmegewinnung erstellt werden.