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FRAUENFELD: Ein nächster Schritt zur Haltestelle

Die S-Bahn-Station im Langdorf und die Entlastung des Verkehrs im Stadtzentrum stehen schon länger auf dem Plan. Jetzt macht der Kanton mit einem Änderungsantrag im Richtplan vorwärts. Der Grosse Rat wird entscheiden.
Samuel Koch
Noch rauschen die Züge im Quartier Langdorf in Frauenfeld vorbei, wo einst eine S-Bahn-Haltestelle gebaut werden soll. (Bild: Andrea Stalder)

Noch rauschen die Züge im Quartier Langdorf in Frauenfeld vorbei, wo einst eine S-Bahn-Haltestelle gebaut werden soll. (Bild: Andrea Stalder)

FRAUENFELD. Der Sprung ist angesetzt über die nächste Hürde im Agglomerationsprogramm (AP) Frauenfeld. Mehrere Vorhaben sollen im kantonalen Richtplan des Kantons Thurgau in eine höhere Kategorie aufsteigen, wenn es nach dem Thurgauer Regierungsrat geht. So soll etwa die Massnahme S-Bahn-Haltestelle Frauenfeld Langdorf aus dem AP vom «Zwischenergebnis» neu in die Kategorie «Festsetzung» gehoben werden, wie der Regierungsrat in einer gestern veröffentlichten Botschaft mitteilt. Der «notwendige Antrag» gelangt jetzt in den Grossen Rat, um die Voraussetzungen für eine finanzielle Beteiligung des Bundes gegenüber der Trägerschaft AP Frauenfeld zu schaffen. Dafür verlange der Bund, dass die geplanten Massnahmen als «Festsetzung» im Richtplan enthalten sind.

«Keine höhere Priorität»

«Der Änderungsantrag im Richtplan ist folgerichtig», sagt Andrea Näf-Clasen, Amtschefin des kantonalen Amts für Raumentwicklung. Der Bund fordere diese Anpassung, weshalb er nun den Ball zurück an den Kanton gespielt hat. Die formelle Neueinstufung der Massnahmen aus dem AP Frauenfeld ist laut Näf-Clasen wesentlich, damit die Leistungsvereinbarung mit dem Bund unterzeichnet werden kann. «Eine höhere Priorität als die vier anderen Agglomerationsprogramme im Thurgau bedeutet das für Frauenfeld aber nicht», sagt Näf-Clasen.

Alle vier aus dem Agglomerationsprogramm herausgelösten Massnahmen sind auch Teil des Mobilitätskonzepts 2030 der Stadt Frauenfeld. Erstens der Masterplan Entwicklungsstandort Langdorf, der das Quartier neben der Innenstadt als zweites Zentrum weiterentwickeln und stärken soll. Als zweites soll die Innenstadt entlastet und aufgewertet werden. Deren erster Teil betrifft die Rheinstrasse und den Rathausplatz, der zweite Teil die Vorstadt, Promenade und die Zürcherstrasse westlich des Bahnhofs. Vor zwei Jahren noch hat der Bund die Stadtentlastung wegen zu hoher Kosten von 225 bis 294 Millionen Franken in Sachen Priorität zurückgestuft.

Priorität für S-Bahn-Station

Dafür geniesst die S-Bahn-Station im Langdorf eine höhere Priorität. «Mit der Haltestelle Langdorf setzt die Agglomeration ein Zeichen zur Verdichtung der bestehenden Siedlung mit bester öV-Vernetzung», schreibt der Bund dazu. Einziger Haken: gemäss SBB muss auf der Zugstrecke zwischen Frauenfeld und Weinfelden ein Halt gestrichen werden. Wegen der schwächsten Frequenzen könnte das Hüttlingen-Mettendorf betreffen. Zudem soll der Bahnhofplatz in Frauenfeld behindertengerecht und sicherheitstechnisch umgestaltet werden.

Der Grosse Rat dürfte bis Ende Jahr über den Antrag entscheiden. Wenn auch nur in langsamen Schritten, das AP Frauenfeld geht vorwärts.

Andrea Näf-Clasen Amtschefin des kantonalen Amts für Raumentwicklung (Bild: pd)

Andrea Näf-Clasen Amtschefin des kantonalen Amts für Raumentwicklung (Bild: pd)

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