FRAUENFELD: Ein gärtnerischer Leuchtturm

Stadtpräsident Anders Stokholm hat den Schulthess-Gartenpreis für den Murg-Auen-Park entgegengenommen. Vielleicht wird dieser Park für die Hauptstadt einst so wichtig wie der Central Park für Manhattan.

Lukas Gerzner
Drucken
Teilen
Der Murg-Auen-Park aus der Flussperspektive – hinten der Veranstaltungspavillon. Bild: Donato Caspari (Bild: Donato Caspari)

Der Murg-Auen-Park aus der Flussperspektive – hinten der Veranstaltungspavillon. Bild: Donato Caspari (Bild: Donato Caspari)

«Dieser Park ist ein Leuchtturmprojekt für den Thurgau, wenn nicht sogar für die Schweiz», sagt Stefan Rotzler. Am Samstagnachmittag begründete der Präsident der Kommission für den Schulthess-Gartenpreis im Murg-Auen-Park, wieso «dieser Garten» den einen der beiden nationalen Preise des Schweizer Heimatschutzes gewonnen hat. «Der Murg-Auen-Park ist die Verquickung einer herausragenden Gewässerrevitalisierung, eines qualitativen Frei- und Erholungsraums und eines integrativen Umgangs mit Wald, der über dessen lediglichen Schutz hinaus geht», sagt Landschaftsarchitekt Rotzler.

Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
12 Bilder
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)
Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)

Murg - Auenpark Frauenfeld (Bild: Donato Caspari)


Mehr als einhundert Gäste versammelten sich zur Preisverleihung am Samstagnachmittag beim Pavillon (siehe Bild), während im Hintergrund die spielenden Kinder auf der grünen Wiese das praktikable Flair des Parks unterstreichen. Auch der Präsident des Schweizer Heimatschutzes, Philippe Biéler, kam, um den Park zu würdigen: «Der Murg-Auen-Park ist eine Reise wert», sagt der Westschweizer, der eine Anreise von rund zweihundert Kilometern in Kauf genommen hat. Biéler betont, dass dieser Park ein stolzes Gemeinschaftswerk ist, was Finanzierung wie auch Umsetzung betrifft. Er scherzt: «Vielleicht wird dieser Park ein kleiner Bruder des Central Parks in New York.»

Als höchster Repräsentant der Thurgauer Hauptstadt nimmt Anders Stokholm den Schulthess- Gartenpreis entgegen. In seiner Verdankung blickt er auf die spannungsvolle Entstehungszeit zurück, die mit einer Vision für ein ungenutztes Militärareal begann und trotz vieler Widerstände und Diskussionen zu Stande kam. «Dort, wo Spannungen sind, kommt etwas Gutes heraus, weil Reibung neben Wärme auch Reflexion, gute Lösungen und schliesslich Qualität entwickelt», sagt Stokholm.

Aktuelle Nachrichten