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FRAUENFELD: Ein Batzen für die Theaterpioniere

Die Theaterwerkstatt Gleis 5 erhält 40000 Franken aus dem Thurgauer Lotteriefonds. Das Geld hilft den Künstlern, sich von administrativer Arbeit zu entlasten und sich mehr ums Kerngeschäft zu kümmern.
Stefan Hilzinger
Das Gleis-5-Team vor ihrer Werkstatt: Joe Fenner, Rahel Wohlgensinger, Giuseppe Spina, Noce Noseda und Simon Engeli. (Bild: Dieter Langhart)

Das Gleis-5-Team vor ihrer Werkstatt: Joe Fenner, Rahel Wohlgensinger, Giuseppe Spina, Noce Noseda und Simon Engeli. (Bild: Dieter Langhart)

Die Freude ist durch die Telefonleitung hindurch spürbar. «Das ist eine wunderbare Unterstützung», sagt Giuseppe Spina von der Theaterwerkstatt Gleis 5. Er spricht von den 40000 Franken, die das Künstlerkollektiv am Frauenfelder Bahnhof in diesem Jahr aus dem Thurgauer Lotteriefonds erhält. «Der Beitrag dient der Profilierung und Bekanntmachung des Programms des Hauses», heisst es in der Mitteilung des Thurgauer Regierungsrats von vergangener Woche. Das Theater habe sich zum Anziehungspunkt für Besucher aus dem ganzen Kanton entwickelt.

Die Theaterleute nahmen im vergangenen Jahr Kontakt auf mit den Verantwortlichen beim Kanton und reichten ein Gesuch ein. Vorerst handelt es sich um einen einmaligen Betrag. Doch der sei wertvoll genug, sagt Spina. «Wir investieren viel Zeit und teilweise auch private Mittel in den Betrieb. Das Geld vom Kanton erlaubt es, uns von administrativen Arbeiten zu entlasten und uns noch mehr ums Künstlerische zu kümmern.» Nun prüft das Gleis-5-Team eine Teilzeitstelle auszuschreiben, die sich um administrative Belange kümmert. Nach den ersten fünf Jahren des Auf- und Ausbaus soll nun eine Phase der Festigung des Betriebs folgen, sagt Spina.

Der Zustupf schafft Planungssicherheit

«Wir professionalisieren zwar das Sekretariat. Das bedeutet aber nicht, dass wir mit weniger Herzblut bei der Sache sind». Immerhin stemmt das Kollektiv aus einem halben Dutzend Personen ein Jahresbudget von rund 80000 Franken. Allein die Miete für die einstige Bahnremise schlägt mit 30000 Franken zu Buche. «Der kantonale Zustupf verschafft uns auch hier eine gewisse Planungssicherheit», sagt Spina. Der Verein «Freunde der Theaterwerkstatt Gleis 5» unterstützt die Theatermacher. Dazu kommen Sponsorenbeiträge und die Einnahmen von Veranstaltungen und Vermietungen. Jährlich finden rund 30 öffentliche Vorstellungen statt, zudem werden die Räumlichkeiten zwischen 15 und 20 Mal für private Anlässe vermietet. Rund acht Stunden administrative Arbeit fallen pro Anlass an, etwa für das Reservationssystem.

Seit drei Jahren bezahlt die Stadt Frauenfeld der Theaterwerkstatt einen Beitrag von 10000 Franken. «Dieses Geld ist an die Auflage gebunden, dass wir jährlich zwei Produktionen auf die Beine stellen.»

«Am Hang» im Sommertheater

Dazu gehörten in den vergangenen zwei Jahren die Sommertheater-Vorstellungen im Greuterhof in Islikon. Auch dieses Jahr wird es dort wieder Theater geben. Das Gleis-5-Team zeigt eine Adaption von Markus Werners Roman «Am Hang». «Zudem arbeiten ich und Joe Fenner an einem neuen Soloprogramm», sagt Spina. Im Mittelpunkt steht ein Modelleisenbähnler in seinem Hobbykeller.

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Weitere Informationen unter www.theaterwerkstatt.ch

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