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FRAUENFELD: Eiche ist "einfach nur gefährlich"

Weil sich Anwohner und die Stadt uneins über die Gestaltung der Neuhauserstrasse waren, setzte der Stadtrat nach einer Mediation auf einen Kompromiss. Nun sind die Pläne umgesetzt, Ruhe kehrt jedoch keine ein.
Samuel Koch
An der Neuhauserstrasse wächst auf Höhe Kanti-Sporthalle neuerdings eine junge Eiche. (Bild: Andrea Stalder)

An der Neuhauserstrasse wächst auf Höhe Kanti-Sporthalle neuerdings eine junge Eiche. (Bild: Andrea Stalder)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Noch fehlt der Feinbelag. Die städtischen Pläne zur Gestaltung der Neuhauserstrasse sind umgesetzt und fast vollendet. Nach jahrelangen Querelen stört sich jetzt aber ein Anwohner – vor allem an einer frisch gepflanzten, jungen Eiche im unteren Bereich der Strasse, zwischen Chappenzipfel und Sternwartekreisel. Als "unnötige, kleine Insel, die den gesamten Verkehr schikaniert" bezeichnet Ulrich Büchi die Baumassnahme.

Über Jahre war die Gestaltung der Neuhauserstrasse in Frauenfeld ein heisses Eisen. Nachdem vor rund sechs Jahren Dutzende Anwohner Einsprachen gegen die städtischen Pläne einreichten, holte sich der zuständige Stadtrat Urs Müller Hilfe von aussen und beauftragte für eine Lösungsfindung zwei externe Mediatoren.

Zwei Komitees mit verschiedenen Meinungen

Zankapfel stellte vor allem der Abschnitt oberhalb des Sternwartekreisels dar, wo die Strasse ursprünglich von 7 auf 5,5 Meter hätte verschmälert werden sollen. Ausserdem bildeten zwei Lager von Anwohnern zwei Komitees, die unterschiedliche Forderungen stellten. Das Komitee "Neuhuuse läbt!" machte sich bergaufwärts für ein zweites Trottoir stark, während das Komitee "Pro Neuhauserstrasse" einen Radstreifen forderte. In letzterem engagierten sich unter anderem Verena Herzog, Urs Herzog, Oliver Vietze – oder eben Ulrich Büchi. Daraufhin zog der Stadtrat eine Projektierung zurück. Die finalen Pläne, welche vom Stadtrat nach der Mediation als Kompromiss im dritten Anlauf Anklang fanden, sind nun umgesetzt. Die Strasse zwischen Sternwartekreisel und Buechhölzlistrasse weist nun zwei 2,75 Meter breite Fahrstreifen sowie einen auf der südlichen Strassenseite liegenden 1,5 Meter breiten Radstreifen auf.

"Unnötige, kleine Insel als strassenbauliches Unikum"

Ruhe kehrt nun trotzdem keine ein. "Jetzt steht gegen den damaligen Anwohnerentscheid plötzlich eine unnötige, kleine Insel im unteren Teil der Neuhauserstrasse", sagt Ulrich Büchi. Einerseits werde dort Stadtbussen und Lastwagen das Kreuzen verunmöglicht, andererseits spüre er eine Verunsicherung beim privaten Verkehr. «Es ist ein strassenbauliches Unikum und einfach nur gefährlich», meint Büchi, der ehemalige Unfallversicherungsfachmann. Er fragt sich, ob zuerst etwas Gefährliches passieren müsse, ehe bei der Stadt etwas geschehe. Obwohl Büchi bewusst ist, dass er die Einsprachefristen verpasste, stellt er Forderungen. Er habe die Eiche erst gesehen, als sie gepflanzt war. "Es braucht eine Begradigung des Trottoirs", meint er. Dort führt das Trottoir zwischen Strasse und Parkplatzreihe durch, was wiederum Urs Herzog bemängelt. Der alte Gemeinderat reichte damals mehrere Einsprachen zum unteren Teil der Neuhauserstrasse ein. Mit der jetzigen Situation könne er leben. "Das können wir auch", meint Ulrich Büchi. Trotzdem fordert er von Stadtrat Müller, dass die "unzumutbare Schikane sofort zu entfernen" ist.

Für eine Stellungnahme waren weder der zuständige Stadtrat Urs Müller noch der Amtsleiter Tiefbau und Verkehr, Thomas Müller, erreichbar.

Wutbürger setzen sich gegen Baumassnahmen rund um die Sanierung der Neuhauserstrasse zur Wehr. (Bild: Andrea Stalder)

Wutbürger setzen sich gegen Baumassnahmen rund um die Sanierung der Neuhauserstrasse zur Wehr. (Bild: Andrea Stalder)

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