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FRAUENFELD: Die Schüler, Honegger und Trump

Das diesjährige Kanti-Forum stand ganz im Zeichen des US-Wahlkampfs 2016. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3ma und 3md diskutierten am Mittwochabend mit dem Journalisten und USA-Experten Arthur Honegger.
Samuel Koch
Arthur Honegger beantwortet die Fragen zum US-Wahlkampf von den Kanti-Schülern Patricia Kudrnac und Patrick Sproll beim Kanti-Forum 2016. (Bild: Andrea Stalder)

Arthur Honegger beantwortet die Fragen zum US-Wahlkampf von den Kanti-Schülern Patricia Kudrnac und Patrick Sproll beim Kanti-Forum 2016. (Bild: Andrea Stalder)

FRAUENFELD. Gross, vielfältig und crazy: Mit diesen Attributen beschrieb Arthur Honegger am Kanti-Forum die USA. «Seine USA», denn der heutige Moderator der SRF-Sendung «10vor10» hat fast acht Jahre als USA-Korrespondent gearbeitet (siehe Infobox). Deshalb haben die Klassen 3ma und 3md den 35-Jährigen als Experten zum Thema US-Wahlkampf 2016 eingeladen. Rund 300 Gäste – und nicht nur Schüler und Lehrpersonen – haben die Aula am Mittwochabend fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Kanti-Rektor Hanspeter Hitz begrüsste die Besucher, kurze Zeit später erklang die unverkennbare Stimme von US-Country-Legende Johnny Cash mit einem Kurzfilm als Einleitung ins Thema US-Wahlkampf. Arthur Honegger sowie die Schüler Amédé Schaub und Mathias Nägeli nahmen für die erste Diskussionsrunde auf dem Podium Platz. «Johnny Cash ist ein grosser Held für mich», war Honegger von der Musikauswahl begeistert. Er erzählte von «seiner Faszination USA», beantwortete Fragen der Schüler zu seinem beruflichen Werdegang sowie seiner Zeit in New York und Washington.

Honeggers Probleme im Alltag

Als eines der prägendstes Erlebnisse beschreibt er die Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama 2008 auf der National Mall in Washington vor 1,8 Millionen Leuten. «Das siehst du nicht alle Tage», sagt Honegger. Der Ehrengast sorgte immer wieder für Lacher im Publikum. Auf die Frage, was in der Schweiz anders als in den USA sei, antwortete er: «Ich und meine Familie mussten den Alltag wieder neu erlernen.» Dass er Bananen im Laden wiegen müsse, bereite ihm immer noch Probleme. Und seine fünfjährige Tochter vermisse Halloween.

Nebst den Fragerunden trugen die Schülerinnen und Schüler mit eigenen Vorträgen ihren Teil zum Kanti-Forum bei. So referierten sie nicht nur zum «komplizierten Wahlsystem in den USA», sondern auch vertieft zu den Parteien, den Kandidaten und deren Wahlkampfthemen. Honegger sass jeweils als gespannter Zuhörer im Publikum.

Während der Pause mit Kaffee, Kuchen und bilateralem Gesprächsstoff signierte Honegger Exemplare seines neuen Buches «ABC 4 USA – Amerika verstehen». Den Besuch an der Kanti bezeichnet er aber nicht nur als Werbefenster für sein Buch. «Ich lerne hier viel darüber, was die Leute interessiert und bewegt», sagte Honegger. Er profitiere auch vom Austausch mit den Schülern, was ihm viel Spass mache.

Führung durchs SRF-Studio

Die Idee zum Thema US-Wahlkampf und für die Einladung von Experte Honegger entsprang den Kanti-Schülern in den Fächern Deutsch, Englisch und Wirtschaft. «Der Kontakt stellte Wirtschaftslehrer Thomas Moll her», sagte Prorektorin Pascale Chenevard. Moll habe mit Honegger die Journalistenschule besucht und ihn so für das Kanti-Forum gewinnen können. Honegger wiederum führte die Kanti-Schüler als Gegenleistung durch das 10vor10-Studio in Zürich. Chenevard zeigte sich nicht nur begeistert von der gut besetzten Aula, sondern auch vom Einsatz der Schülerinnen und Schüler: «Beim Lerneffekt geht es mehr um die Umsetzung als um die Thematik US-Wahlen.»

Die zweite Fragerunde leiteten Patricia Kudrnac und Patrick Sproll. «Warum gibt es in den USA mit den Republikanern und den Demokraten nur zwei grosse Parteien?», fragte Kudrnac. Honegger beantwortete nicht nur diese Frage, sondern zum Schluss noch viele weitere aus dem Publikum. Dieses interessierte sich vor allem für einen Namen: Donald Trump. «Er ist unberechenbar, plakatiert mit extremen Aussagen und sorgt für eine grosse Show», sagt Honegger. Der «Persona non grata» gibt er aber keine Chancen. «Trump als US-Präsident kann ich mir einfach nicht vorstellen», sagt er. Sollte er aber doch als 45. US-Präsident ins Weisse Haus einziehen, «könnte es gefährlich werden für die Weltpolitik».

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