FRAUENFELD: Die Chemie stimmt nicht

In der Eisenbeiz steht erneut ein Wechsel an. Die Genossenschaft sucht auf Anfang Dezember einen Betriebsleiter. Janine Bresch und Thomas Gieler verlassen das Restaurant.

Stefan Hilzinger
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Bei der Geschäftsübergabe Ende Juli war die Welt in Ordnung: Janine Bresch, Thomas Gieler und Karin Gubler. (Bild: Donato Caspari)

Bei der Geschäftsübergabe Ende Juli war die Welt in Ordnung: Janine Bresch, Thomas Gieler und Karin Gubler. (Bild: Donato Caspari)

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Das Modell «Co-Leitung» durch Gastgeberin und Koch hat nicht lange gehalten. Nach weniger als einem halben Jahr unter neuer Leitung sucht die Genossenschaft Eisenwerk wieder eine neue Betriebsleiterin oder einen neuen Betriebsleiter für die Eisenbeiz. Der neue Chef oder die neue Chefin sollte am 1. Dezember den Betrieb übernehmen können, steht im Stelleninserat auf der Website des Eisenwerks. «Der Wechsel hat sich abgezeichnet», sagt Stefan Rufer, der im Genossenschaftsvorstand für Personelles zuständig ist.

Beim Abgang der langjährigen Eisenbeiz-Chefin Karin Gub-ler Mitte Jahr haben die Verantwortlichen sich für eine Co- Leitung entschieden. Die Idee dahinter sei gewesen, die Verantwortung für den Gastro- und Eventbetrieb auf mehrere Schultern zu verteilen. «Doch die Chemie hat nicht gestimmt», sagt Rufer. «So etwas kommt halt einfach vor.» Nun verlassen die beiden Betriebsleiter, die Gastronomin Janine Bresch und Koch Thomas Gieler, die Eisenbeiz. Man habe die anspruchsvolle Stelle nun bewusst mit 80 bis 100 Prozent dotiert. «Es wird eine Vollzeit-Betriebsleitung geben», sagt Rufer. Auf die Ausschreibung seien interessante und zahlreiche Bewerbungen eingegangen.

Auf erfolgreichen Pfaden wandeln

Zuletzt hatte die Eisenbeiz erfolgreiche Jahre hinter sich. Im Oktober 2011 hatte noch die Konkursverwaltung das Sagen. Die Beiz war geschlossen. Dann entschied die Genossenschaft sich dazu, die Beiz nicht mehr zu verpachten, wie das in früheren Jahren meist der Fall gewesen war, sondern sie in Eigenregie zu betreiben. Karin Gubler stieg als Geschäftsführerin im April 2012 ein und führte den Betrieb in den folgenden fünf Jahren in die Gewinnzone, wie sie bei der Geschäftsübergabe im Sommer sagte. Sie sagte bei ihrem Abschied aber auch: «Gastronomie ist ein hartes Geschäft.»

Die Genossenschaft will den Aufschwung der vergangenen Jahre nutzen, trotz neuerlichem Wechsel in der Geschäftsleitung. «Unter günstigen Umständen wollen wir die Öffnungszeiten ausdehnen», sagt Rufer. Denn noch ist die Eisenbeiz nachmittags nicht durchgehend offen.