Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FRAUENFELD: Die Boxer sind zurück

Der Boxsport in der Hauptstadt lebt wieder auf. Nach langjähriger Abwesenheit kämpfen am Freitag im Ring auf der Grossen Allmend Athleten aus Italien und der Schweiz gegeneinander.
Samuel Koch
Swiss-Boxing-Präsident Andreas Anderegg und André Büchi, Präsident vom Boxclub Frauenfeld, zeigen sich schon vor der «Box-Night» die Faust. (Bild: Reto Martin)

Swiss-Boxing-Präsident Andreas Anderegg und André Büchi, Präsident vom Boxclub Frauenfeld, zeigen sich schon vor der «Box-Night» die Faust. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Gong, der Kampf geht los. Und davon dürfen die Besucher der sechsten «Box-Night» in Frauenfeld gleich mehrere erwarten. «Zuerst duellieren sich Nachwuchstalente in Vorkämpfen», sagt André Büchi. Er ist OK-Präsident und Vorsteher des 1951 gegründeten Boxclubs (BC) Frauenfeld. Richtig zur Sache geht's aber erst später, wenn das Swiss-Boxing-Team gegen eine italienische Auswahl antritt.

Dass Frauenfeld wieder eine Boxveranstaltung beherbergt, ist auch Andreas Anderegg zu verdanken. «Erstmals sind in den 90er-Jahren Boxevents im Casino durchgeführt worden», sagt der ehemalige Boxprofi. Letztmals 2009 in Frauenfeld, organisierten danach die Romanshorner die Veranstaltung mehrmals. «Wir wollten ihn hier weiterführen, das hat aber leider nicht geklappt», sagt Anderegg. Jetzt komme der Boxsport aber wieder zurück, wo er hingehöre. Nach Frauenfeld – dahin, wo der Dachverband Swiss-Boxing seinen Sitz hat. «1982 war Frauenfeld als Mannschaftsmeister gar der beste Boxclub in der Schweiz», meint Anderegg stolz.

Der heutige Swiss-Boxing-Präsident weiss, wovon er spricht. Der heutige Kommunikationschef der Stadt Frauenfeld feierte in den 70ern und 80ern insgesamt fünf Schweizer-Meister-Titel. Sein langjähriger Trainer Angelo Dundee lehrte einst auch den grossen Muhammad Ali. «Boxen ist eine Lebensschule, im Ring hilft dir niemand.»

Bis zu 500 Besucher am Ring erwartet

Am Freitag verfolgt Anderegg das Duell zwischen der Schweiz und Italien als Zuschauer und fiebert neben dem Ring mit. «Gerade für die Fans ist das eine super Affiche», sagt er. Im Nationen-Duell treten je sieben Kämpfer gegeneinander an, die Paarungen werden aufgrund der Gewichtsklasse vorab arrangiert.

Auch OK-Präsident Büchi erwartet im Festzelt auf der Grossen Allmend – worin an den vergangenen Wochenenden noch das Oktoberfest über die Bühne ging – bis zu 500 Besucher. Nur VIP-Tickets für Plätze auf einer kleinen Tribüne garantieren freie Sicht auf den rund sechs auf sechs Meter grossen Ring, wobei diese «schon fast alle verkauft sind». Auf den restlichen drei Seiten wird bestuhlt. Gemäss Büchi und Anderegg würden die Emotionen aber die meisten Fans von ihren Sitzen reissen. «Ab 17 Uhr ist die Knockout-Bar geöffnet», sagt Büchi. Nebenbei spielt DJ Sven May Musik, und auch nach den Kämpfen betreibt Swiss-Boxing-Geschäftsführerin Andrea Läderach ihr Catering weiter an der After-Fight-Party. Budgetiert hat der BC für die «Box-Night» rund 20 000 Franken, die er grösstenteils mit dem Ticketverkauf und Geldern vom Verband finanziert. «Viele helfen ehrenamtlich, und auch die Boxer verdienen nicht mehr als Ruhm, Ehre und eine Medaille», sagt Büchi. Erfahrungen zu sammeln, könne aber ebenso wertvoll sein, gerade für jüngere Athleten. Das erhoffen sich etwa auch die 15jährige Enya Pipa oder der 34jährige Fabian Kyburz vom BC Frauenfeld, die in den Vorkämpfen am Start sind.

Club sucht nach eigener Trainingslokalität

Für die Veranstalter ist aber vor allem eines wichtig: «Wir wollen die <Box-Night> wieder in Frauenfeld etablieren», sagt André Büchi. Wie im «hundertprozentig authentischen Boxkampf» werde er alles daran setzen, dieses Ziel umzusetzen. Und auch für den BC Frauenfeld, der seit den 70er-Jahren im Spanner-Schulhaus trainiert, hegt er Ziele: «Wir suchen schon seit längerem eine eigene Lokalität, wo wir langfristig einen Ring für unsere Trainings stehenlassen können.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.