Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FRAUENFELD: Der Teufel lässt sich nicht bescheissen

Das Theater Kanton Zürich gastiert am Samstag in einer Woche in der Altstadt. Auf dem Bankplatz ist Jeremias Gotthelfs «Die Schwarze Spinne» zu sehen.
Stefan Hilzinger
Der Teufel alias «der Grüne» (Michael von Burg) küsst Christine (Katharina von Bock) auf die Wange, wo dann die Spinne heranwächst. (Bild: PD)

Der Teufel alias «der Grüne» (Michael von Burg) küsst Christine (Katharina von Bock) auf die Wange, wo dann die Spinne heranwächst. (Bild: PD)

Die Erleichterung der geknechteten Dörfler währt nur kurz, da wächst die schwarze Spinne aus der Wange der jungen Mutter. Ja, der Teufel lässt sich nicht bescheissen und zahlt es den Bauern heim. Wer die Spinne berührt, der stirbt. Das Tier bringt Tod und Verderben über die Bevölkerung. Die Bauern hatten sich vom Teufel helfen lassen, für den tyrannischen Grundherrn hundert Buchen zu pflanzen – zum Preis eines ungetauften ­Kindes.

Der Pfarrer und Schriftsteller Jeremias Gotthelf schrieb die Novelle «Die Schwarze Spinne» im Jahr 1842. Sie handelt von Gut und Bös, von einem Pakt mit dem Teufel, von christlichen Werten und gesellschaftlichem Druck.

Der Pfarrer und Stadtpräsident Anders Stokholm freut sich, dass das Theater Kanton Zürich mit einer Bühnenversion dieses Schweizer Beitrags zur Weltliteratur die Frauenfelder Innenstadt beleben wird. «Kultur bringt Leute zusammen», sagt Stokholm. Die professionelle Wandertruppe gastiert am Samstag in einer Woche auf dem Bankplatz. Die Hauptrollen spielen Katharina von Bock (Christine) und Michael von Burg («Der Grüne»). Der Erfolg der Molière-Vorstellung gleichenorts vor einem Jahr hat das Amt für Kultur und das Amt für Standortförderung und Stadtentwicklung motiviert, heuer an gleicher Stelle erneut zum Theaterabend unter freiem Himmel einzuladen. «Es ist ein Geschenk der Stadt an seine Einwohner», sagt Christof Stilhard, Leiter des städtischen Kulturamtes. Der Eintritt zur Vorstellung ist gratis. Wer einen der rund 200 Sitzplätze ergattern will, soll frühzeitig vor Ort sein. «De schneller ist de Gschwinder», sagt Stillhard. Mit von der Partie ist auch Tourismus Regio Frauenfeld. Die Organisation verköstigt das Publikum mit Produkten aus der Region. Ab 12 Uhr ist die Innenstadt für dem Aufbau gesperrt, gleich nach der Vorstellung wird abgebaut. «Wir schätzen es sehr, dass die Altstadt mit Anlässen wie diesen sich von ihrer schönen Seite zeigen kann», sagt Elisabeth Steiner von der IG Frauenfelder Innenstadt.

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Vorstellung am Samstag, 24. Juni, 20.30 Uhr, bei schönem Wetter auf dem Bankplatz, Bar ab 19.30 Uhr, bei schlechtem Wetter in der ­Konvikthalle. Telefon 052 232 87 18 gibt am Samstag ab 13 Uhr Auskunft über den Ort.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.