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FRAUENFELD: Der Indianer tritt von der Leiter

Das Malergeschäft Wehrli gibt es zwar seit dreissig Jahren nicht mehr. Doch die Wandmalerei von Karl Wehrli jun. aus den frühen 60ern hat die Zeit überdauert. Nun sind die Tage des Bildes gezählt.
Die Fassade des «Schweizerhofs», rechts dahinter der einstige Firmensitz des Malergeschäfts Wehrli mit Wandbild. (Bild: Stefan Hilzinger)

Die Fassade des «Schweizerhofs», rechts dahinter der einstige Firmensitz des Malergeschäfts Wehrli mit Wandbild. (Bild: Stefan Hilzinger)

FRAUENFELD. Karl Wehrli junior besuchte gerade die Kunstgewerbeschule in Zürich, als die Anfrage aus Frauenfeld kam. Ob er nicht ein Wandbild für die renovierte Fassade der Firmenliegenschaft seines Vaters an der Zeughausstrasse entwerfen wolle. Das war 1962, Karl Wehrli war damals 22.

«Wegen des Hutes und der dunklen Hautfarbe hiess der Maler bald einmal nur noch <Indianer>», berichtet der heute 76jährige Malermeister. Sein Vater, ebenfalls mit Vornamen Karl, hatte die Liegenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg gekauft. Mitte der 1980er-Jahre verkauften Wehrlis die Liegenschaft an die Familie Hahn, welche auf dem Schweizerhof-Areal bis vor wenigen Jahren ihren Getränkehandel führten.

Das Malergeschäft erlosch in der Folge, doch der Mann auf der Leiter blieb. «Es wurde auf Anraten des Stadtbaumeisters Fritz Surber sogar restauriert», sagt Wehrli. Nun werden Haus und Wandbild im Zuge der Neuüberbauung bald verschwinden. (hil)

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