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FRAUENFELD: Der Brüller mit der rosaroten Brille

In der Hauptstadt ist an der kommenden Fasnacht wiedermal der Löwe los. Das Motto für die närrische Zeit 2018 heisst «de Brülle-r», in Erinnerung an den Thurgauer Auftritt an der Olma.
Hugo Berger
Aus ihrer Küche stammt das Motto: Der 13er-Rat der Murganesen mit Präsident Ivan Gubler (vorne in der Mitte). (Bild: Hugo Berger)

Aus ihrer Küche stammt das Motto: Der 13er-Rat der Murganesen mit Präsident Ivan Gubler (vorne in der Mitte). (Bild: Hugo Berger)

Hugo Berger

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Kurz vor neunzehn Uhr am Samstag: ein dunkler, kalter Novemberabend. Es regnet, und man möchte so schnell wie möglich ins Trockene, sprich ins Restaurant Falken. Dort wird nämlich um 19.13 Uhr das Motto der Fasnacht 2018 bekannt gegeben. Doch das ist gar nicht so einfach; vor dem Lokal hat sich eine Schlange gebildet. Die Guggenmusik Rungglä-Süüder mit ihren sperrigen Instrumenten kommt nur langsam voran. Drinnen ist kaum noch ein Stehplatz frei. Dennoch herrscht eine gute Stimmung. «Ein Vorgeschmack auf die Fasnacht. Die Zeit, in der man näher zusammenrückt», scherzt Hans Brunner, Medienverantwortlicher der Narrengesellschaft Murganesen (NGM).

Der Lärmpegel ist hoch. Die Rungglä-Süüder, inzwischen in Stellung, können sich kaum noch zurückhalten. Da und dort wird schon mal auf die Pauke gehauen. Die Bestellung gibt man am besten mit einem Zettelchen auf. Für Falkenwirt Dirk Varga ist der Lärm kein Problem: «Wir unterstützen die Fasnächtler und haben sie gerne bei uns.»

Dann ist es so weit: NGM-Präsident Ivan Gubler begrüsst die Gäste und Fasnächtler. Er sagt, der 13er-Rat habe nach langen Debatten ein Motto gefunden. Es habe mit Sonne und Löwe zu tun. Doch so schnell lässt er die Katze nicht aus dem Sack. Erst einmal dürfen die Rungglä-Süüder kräftig auf die Pauke hauen. Dann folgen weitere Hinweise, wie Sonnenhut und Sonnenbrille. «Wer das Motto jetzt errät, darf Präsident der Murganesen werden», scherzt Gubler. Nach einem Trommelwirbel verkündet er: «Unser Motto für die Fasnacht 2018 lautet: ‹de Brülle-r›.»

Ein Auftritt, der Spuren hinterlassen hat

Der Löwe, den die Thurgauer als Gastkanton der 75. Olma losgelassen hätten, sei ein riesiger Brüller gewesen und habe Spuren hinterlassen. Er habe den Besuchern die Vielfalt des Kantons, seine Gastfreundlichkeit und sein kulinarisches Angebot vermittelt. Mittlerweile sei der Löwe wieder zurück in der Kantonshauptstadt. Mitgebracht habe der «Brüller» «ä Brülle». Der Verkehr und die vielen Baustellen in Frauenfeld hätten auch ein negatives Motto zugelassen. «Doch wir haben uns bewusst für ein positives ­entschieden.» Die Fasnächtler stimmten mit einem kräftigen «Ho Narro!» zu.

Spricht man mit Gubler über die närrische Zeit, kommt er ins Schwärmen. «Fasnacht bedeutet für mich Herzblut. Einmal im Jahr in eine andere Welt eintauchen, Spass haben mit Kolleginnen und Kollegen.» Leider habe die Beizenfasnacht an Bedeutung verloren. «Originelle Dekorationen sind heute leider nur noch selten anzutreffen.» Auch wünsche er sich eine breitere Beteiligung der Bevölkerung. «Es ist doch ein besonderes Erlebnis, in eine andere Rolle zu schlüpfen, sich als Polizist oder Feuerwehrmann zu verkleiden.» Die Freude an der Fasnacht lässt sich auch mit weniger Aufwand ausleben: Die Frauenfelder Fasnachtsvereine haben eigens zur Fasnacht 2018 eine schicke Brille kreiert.

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