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FRAUENFELD: Das erste Daheim

Die Bildschule hat ein Schulhaus gefunden: das Obergeschoss des P&R-Gebäudes. Vor kurzem hat der Verein einen Mietvertrag mit der Stadt abgeschlossen. Nach den Sommerferien sollen erste Kurse starten.
Mathias Frei
In den neuen Räumlichkeiten der Bildschule im P&R-Gebäude: Präsidentin Silvia Peters sieht das Programm einer anderen Bildschule durch, Vorstandsmitglied Mathias Tanner und Vizepräsidentin Lisa Schwarz Parolari besprechen Vorbereitungen am Laptop. (Bild: Andrea Stalder)

In den neuen Räumlichkeiten der Bildschule im P&R-Gebäude: Präsidentin Silvia Peters sieht das Programm einer anderen Bildschule durch, Vorstandsmitglied Mathias Tanner und Vizepräsidentin Lisa Schwarz Parolari besprechen Vorbereitungen am Laptop. (Bild: Andrea Stalder)

Mathias Frei

mathias.frei

@thurgauerzeitung.ch

Ein kleines Mädchen malt. «Es müsste doch einen Ort geben, wo ich farbig denken kann», ist in gelben Grossbuchstaben daneben zu lesen. Den Ort wird es bald geben: die Bildschule Frauenfeld. Sie hat ein Schulhaus gefunden.

250 Kilogramm: So viel beträgt laut einem Schild die Traglast pro Quadratmeter. Das ist für die Bildschule ausreichend. Denn die Räumlichkeiten im Obergeschoss des P&R-Gebäudes am Bahnhof sind grosszügig und hell. «Dass wir diese Räumlichkeiten mieten können, ist für uns eine wahnsinnig glückliche Fügung», sagt Silvia Peters. Sie ist Präsidentin des Vereins Bildschule Frauenfeld und konnte vor kurzem bei der Stadt den Mietvertrag abschliessen. Nach den Sommerferien sollen die ersten Kurse starten. Bereits im März findet im neuen Schulhaus die erste Generalversammlung des Vereins statt.

Von Festorganisatoren und Bahnhofspaten genutzt

Die Räumlichkeiten wurden bisher kaum genutzt. Einmal pro Monat treffen sich die Bahnhofpaten für eine Sitzung. Und wenn in der Vergangenheit ein Eidgenössisches Fest in Frauenfeld auf der Agenda stand, konnte sich jeweils das Fest-OK respektive die entsprechende Geschäftsstelle im P&R-Halle-Obergeschoss einrichten. «Wir kommen mit diesen Nutzern gut aneinander vorbei», sagt Silvia Peters.

Die Bildschule soll nach den Sommerferien in Betrieb gehen. Gestartet wird mit vier bis fünf Kursen pro Halbjahr. Jedes dieser Angebote ist für acht bis zehn Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre) ausgelegt, für wöchentlich zwei Stunden. Unterrichtstage sind der Mittwoch (nachmittags) und der Samstag (vormittags). Das erste Semester-Kursprogramm soll bis zur GV im März stehen. Angedacht sind Themen wie Zeichnen/Malen/Bildbetrachtung, plastisches Gestalten, Drucktechniken sowie Atelierbesuche/Gestalten im Atelier. Ebenfalls stehe man mit der nahen Jugendmusikschule im Austausch betreffend gemeinsamen Ferienprojekten, sagt Vizepräsidentin Lisa Schwarz Parolari.

Musikschulen sind heutzutage selbstverständlich. Die Frauenfelder Jugendmusikschule nahm vor 45 Jahren ihren Betrieb auf. Bildschulen leisten dasselbe wie Musikschulen, einfach im gestalterischen Bereich. Im Zentrum steht eine breite Bildung mittels systematisch aufgebauten Semesterkursen. Unterrichten werden Kunstschaffende und Kunstvermittelnde mit pädagogischer Berufserfahrung respektive Ausbildung, wie Präsidentin Peters erklärt.

Die erste Bildschule der Schweiz, die Basler K-Werk-Bildschule, bietet mittlerweile 27 Semesterkurse an. In Frauenfeld wird vergleichsweise klein angefangen. Die Räumlichkeiten über der P&R-Halle bieten aber grosses Ausbaupotenzial. Die Bildschule nutzt nur ein Viertel des Dachgeschosses. Die Räume seien gut ausgestattet, finden die Bildschule-Vorstandsmitglieder. Tageslicht, gute Raumhöhen, sanitäre Anlagen, Telefon, Internet, ein Grundstock an Möblierung sowie die Möglichkeit, selbstständig im Gebäude oder draussen auf einer dazugehörigen Grünfläche zu arbeiten: Fast alles, was es braucht, ist vorhanden. «Wir haben viele Gespräche geführt und sind überall auf offene Ohren gestossen, sei es beim Kanton, der Stadt, den Schulen oder bei der Kulturstiftung des Kantons Thurgau», sagt Präsidentin Silvia Peters.

Diese Gespräche sind nicht zuletzt in Sachen Betriebsfinanzierung wichtig. Denn die Kursgebühren alleine reichen bei weitem nicht. Mittelfristig müssen nebst Mitglieder- und Gönnerbeiträgen sowie Kursgeldern weitere Finanzquellen erschlossen werden. Bei anderen Bildschulen kostet ein Kurs im Semester zwischen 200 und 250 Franken. Die Frauenfelder Betreiber versuchen, die Kursgelder ebenfalls in dieser Grössenordnung halten zu können. Damit sich auch wirklich alle Eltern die Kurse für ihre Kinder leisten können, ist ein Fonds installiert worden, eine erste namhafte Spende ist bereits eingangen. So sind reduzierte Kursgebühren möglich.

www.bildschule-frauenfeld.ch

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