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FRAUENFELD: Das Epizentrum des Blues

Bluesfans kamen am vergangenen Wochenende beim 7. Blues-Festival Frauenfeld auf ihre Kosten. Besucher aus der ganzen Schweiz fanden den Weg in die Rüegerholzhalle, wo sechs internationale Bluesbands ihre Musik spielten.
Chris Marty
Die Musiker der Bluecerne Blues Band aus Luzern sorgten beim Festivalauftakt für gute Stimmung. (Bilder: Chris Marty)

Die Musiker der Bluecerne Blues Band aus Luzern sorgten beim Festivalauftakt für gute Stimmung. (Bilder: Chris Marty)

Am Wochenende wurde Frauenfeld zum Mekka des Blues. In der Festhalle Rüegerholz erwarteten am Freitag- und Samstagabend sechs internationale Bluesbands Gäste aus der ganzen Schweiz.

Eröffnet wurde das Festival durch die Luzerner Bluecerne Blues Band, die mit Old School Blues und Southern Soul die Messlatte hoch setzte. «Ich hätte nie gedacht, dass es in der Schweiz derart gute Bluesbands mit einem so gewaltigen Rhythmus aus Funk und klassischen Blues-Elementen gibt! Chapeau!», äussert sich Gianpaolo Prosdocimo (58) aus Schaffhausen lobend. Die Band brachte vom ersten Takt an Stimmung in die Halle. Der Blues spielte eine untergeordnete Rolle und liess sich vom Funk dominieren. Da kam das Tanzbein nicht zu kurz. «Auch das gehört zum Frauenfelder Bluesfestival!», findet Ruedi Laubacher, der Organisator des Anlasses. Seine Liebe zum Blues begann in der Kadettenmusik im Kanton Aargau, wo er Klarinette spielte. Nicht selten musste ihn der Corpsleiter ermahnen, doch nach Noten zu spielen, statt, zwar immer korrekt, zu improvisieren. So fand er zum Blues.

Guter Klang der Musikanlage

Das Festival war sehr gut organisiert. Gegenüber dem Vorjahr gab es nur noch eine Besucherebene, drei Bars mit Foodcorner, und links und rechts neben der Bühne waren Livebilder auf Leinwänden zu sehen. Die Gäste waren nicht nur von diesen Neuerungen angetan, sondern auch vom guten Klang der Musikanlage, die den Sound unverfälscht und in angenehmer Lautstärke in den Saal trug.

Für Debora Suter (52, Schaffhausen), Max Lüscher (70, Frauenfeld) und Emil Bollhalder (66) aus Wil waren die Kanadierin Layla Zoe mit ihrer Powerstimme und ihre Band der Höhepunkt des Abends. Den Männern gefiel auch der «neue Eric Clapton», Ben Poole aus Grossbritannien, und sein virtuoses Gitarrenspiel. «Ich bin Gitarrenfan, daher hat mich sein Ausnahmetalent vom Sitz gerissen», ergänzt Emil Bollhalder begeistert.

Dass das Blues-Festival auch Platz für rockigen Blues hat, ist für Max Lüscher ein weiteres Highlight. Ebenfalls gut angekommen ist Ben Poole mit seiner kraftvollen Stimme bei Cecilia Sami (50) aus Lommis und Sarah Prosdocimo (27). Für Cecilia Sami ist das Festival wie ein Kollegentreffen mit guter Musik. Daniela Prosdocimo (56, Schaffhausen) bringt es schliesslich auf den Punkt: «Der ganze erste Tag war genial! Die Solos und die Rhythmen gingen mir ins Blut und in die Knochen. Da gab es kein Stillsitzen mehr!»

«70 Prozent von ausserhalb»

Bereits heute steht das Datum für die 8. Austragung fest: 10./11. März 2017. Sorgen bereitet Ruedi Laubacher die schwindende Zahl der Sponsoren und dass Frauenfelder nur schwer in die Rüegerholzhalle zu bewegen sind: «70 Prozent der Besucher kommen von auswärts!», erläutert er. Wenn es nach dem Organisator ginge, wären Ana Popovic, Carlos Santana oder Eric Clapton ein Thema: «Mit den entsprechenden Sponsoren – wer weiss?» ? OSTSCHWEIZER KULTUR 21

Max Lüscher aus Frauenfeld, Cecilia Sami aus Lommis und Emil Bollhalder aus Wil besuchten das Blues-Festival in der Rüegerholzhalle.

Max Lüscher aus Frauenfeld, Cecilia Sami aus Lommis und Emil Bollhalder aus Wil besuchten das Blues-Festival in der Rüegerholzhalle.

Ein Quartett aus Schaffhausen: Debora Suter, Sarah Prosdocimo, Gianpaolo Prosdocimo, Daniela Prosdocimo.

Ein Quartett aus Schaffhausen: Debora Suter, Sarah Prosdocimo, Gianpaolo Prosdocimo, Daniela Prosdocimo.

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