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FRAUENFELD: Bund zahlt nur bis 2027 an S-Bahn-Haltestelle Langdorf

Es gibt sie schon länger, jetzt haben sie ein konkretes Ablaufdatum: die Ideen für eine S-Bahn-Station Frauenfeld-Ost im Langdorf.
Mathias Frei
Langdorf: Auf Höhe Lidl könnte eine SBB-Haltestelle entstehen. (Bild: Andrea Stalder)

Langdorf: Auf Höhe Lidl könnte eine SBB-Haltestelle entstehen. (Bild: Andrea Stalder)

FRAUENFELD. In der Beantwortung einer Einfachen Anfrage der Gemeinderäte Stefan Geiges (CVP) und Andreas Elliker (SVP) heisst es dazu: «Um die Finanzierung des Bundes über das Agglomerationsprogramm sicherzustellen, muss die neue Haltestelle bis ins Jahr 2027 realisiert sein.» Die SBB würden «sehr rudimentär» mit Investitionen von 15 bis 20 Millionen Franken rechnen, «Genauigkeit +/–30 Prozent». Der Bund würde vier Millionen beisteuern, der Kanton drei Millionen, die Stadt müsste mit neun Millionen Franken rechnen. Wobei der Kostenteiler zwischen Kanton und Stadt aus Sicht des Stadtrats nochmals überdacht werden müsse, sobald konkretere Grundlagen vorlägen.

Gratis ist unwahrscheinlich

Eine Finanzierungsalternative zum Agglo-Programm könnte das SBB-Projekt STEP 2030 (Strategisches Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur) sein. Bahn 2030 und damit auch STEP 2030 will die Personenverkehrkapazitäten in der Schweiz erhöhen. Wenn der Bahnhof Frauenfeld-Ost Teil von STEP 2030 wird, läuft die Finanzierung vollumfänglich über Bund respektive SBB. «Ob dies tatsächlich der Fall sein wird, dürfte sich im Jahr 2020 entscheiden und ist sehr fraglich», schreibt der Stadtrat in der Beantwortung.

Trotz des «hohen Kostenrahmens» will der Stadtrat das Haltestelle-Projekt «angesichts der grossen Bedeutung des Entwicklungsschwerpunkts Langdorf vorantreiben». Aufgrund der nun bekannten Rahmenbedingungen müssten die Entscheidungsgrundlagen für ein derartiges Bauprojekt bis 2020 vorliegen. Weitere Planungsschritte werde man «im ordentlichen Rahmen budgetieren».

Stadt müsste Ersatzbus zahlen

Bisherige Planungen seien davon ausgegangen, dass durch Frauenfeld-Ost zum Beispiel Hüttlingen statt im Halbstunden- nur noch im Stundentakt erschlossen werden kann. Stand nun ist aber folgender: «Eine neue Haltestelle auf der Thurtallinie kann nur dann eingerichtet werden, wenn eine andere Haltestelle aufgehoben wird oder wenn zwei Haltestellen nur im Stundentakt erschlossen werden.» Falls es zur Aufhebung einer Haltestelle käme, müsste «aus Sicht des Kantons» die Stadt die Kosten für eine alternative Buserschliessung übernehmen. Die Höhe der Kosten im Falle von Hüttlingen muss erst noch ermittelt werden.

Wiederum könnten gemäss SBB durch STEP 2030 zwischen Winterthur und Weinfelden zwei zusätzliche Haltestellen möglich werden. «Nebst den Haltestellen Hüttlingen und Langdorf könnte damit gar eine weitere Haltestelle wie Frauenfeld-West oder Winterthur-Grüze betrieben werden», heisst es in der Antwort des Stadtrats auf den Vorstoss.

Ost mit hoher Priorität

Aufgrund einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2005 wurden die beiden S-Bahn-Haltestellen Frauenfeld-Ost und -West 2007 in das Agglo-Programm Frauenfeld der ersten Generation aufgenommen. 2009 bewertete der Bund West mit tiefer Priorität, Ost kam auf die mittlere Prioritätsstufe. Im Agglo-Programm der zweiten Generation wurde die Haltestelle Ost 2014 zu hoher Priorität aufgewertet.

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