FRAUENFELD: Bühnenexperiment mit offenem Ausgang

«Identitäter»: So heisst ein interdisziplinäres Bühnenstück, das morgen Freitag um 20 Uhr im Theater im Eisenwerk zu sehen ist. Dabei wüten eine ­Videokünstlerin, ein Musiker und ein Schauspieler im Spielfeld der Möglichkeiten.

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Zwei Identitäter. (Bild: Yoshiko Kusano/PD)

Zwei Identitäter. (Bild: Yoshiko Kusano/PD)

Die Möglichkeit ist des Menschen grösste Freiheit – oder? Die Figur «F.» wird in ein Spielfeld voller Möglichkeiten gesetzt. «F.» schliesst ständig Alternativen aus und wird gleichzeitig mit neuen Optionen konfrontiert. Mittels Videoprojektionen und Livemusik wird «F.» zu Handlugen verleitet respektive angeleitet. Identität wird über aktive oder passive Taten. «F.» wird zum Täter, zum Identitäter. Jede Aufführung setzt die Möglichkeiten und Entscheidungen von «F.» jeweils neu aufs Spiel. «Identitäter» ist ein Bühnenprojekt, bei dem keine Aufführung der anderen gleicht.

Die aus Eschenz stammende und mittlerweile in Bern lebende Videokünstlerin Sarah Hugen­tobler spannt erstmals mit dem Schauspieler Michael Glatthard zusammen und realisiert das Projekt für die Bühne. Hugentobler ist schon mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit einem Thurgauer Förderpreis 2011 oder dem neuen Atelier­stipendium der Kulturstiftung Thurgau in Belgrad. Für die Musik bei «Identitäter», einer Koproduktion von «Sonder Produktionen» und dem Schlachthaus-Theater Bern, ist Pascal Nater verantwortlich. (red)

Morgen Freitag: «Identitäter», Theater im Eisenwerk, 20 Uhr.