FRAUENFELD: Bestattungen ohne Einschränkung

Auf dem Friedhof Oberkirch entsteht eine neue Urnenwand. Die Arbeiten sollen Anfang November abgeschlossen sein. Die Kosten betragen 140000 Franken.

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Friedhof Oberkirch: An der Stelle, wo die Urnenwand entsteht, klafft derzeit noch ein grosses Loch. (Bild: Rahel Haag)

Friedhof Oberkirch: An der Stelle, wo die Urnenwand entsteht, klafft derzeit noch ein grosses Loch. (Bild: Rahel Haag)

Es läuft. Vor gut zwei Wochen begannen auf dem Friedhof Oberkirch die Bauarbeiten. Es entsteht eine neue Urnenwand, die sechste. Wie in den bereits bestehenden werden auch dort 96 Urnen Platz finden. «Wir sind voll im Terminplan», sagt Markus Mar­ghitola, Leiter des Friedhofs und der Stadtgärtnerei. Gemäss seiner Einschätzung sollten die Arbeiten Ende Oktober, Anfang November abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf 140000 Franken.

Die Urnenwände liegen an der südlichen Seite des Friedhofs unterhalb eines Abhangs. An dieser Stelle klafft derzeit ein grosses Loch. Das Regenwasser der vergangenen Tage hat sich angesammelt. Dennoch sei das Wetter kein Problem. «Der Hang wird mit einer Plane gegen die Nässe geschützt», sagt Marghitola. Aktuell seien vor allem Grabungsarbeiten im Gange. Ein roter Bagger steht bereit. Zudem musste ein Teil der bestehenden Mauer abgebrochen werden. «Damit die Abstände zwischen den Urnenwänden identisch sind.» Sie selbst blieben aber unangetastet. Als nächstes sei das Fundament an der Reihe, und schliesslich folge das Giessen der Betonmauer und der Urnenwand.

Trotz der Arbeiten könnten Bestattungen nach wie vor und ohne Einschränkung stattfinden. Die Baustelle ist hinter Absperrwänden verborgen, der schmale Weg bleibt frei. Bisher habe es keine Probleme gegeben. «Darüber bin ich froh», sagt Marghitola. Negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung habe es bisher nicht gegeben. Einerseits sei informiert worden, andererseits würden allfällige Fragen direkt auf der Baustelle beantwortet. «Ich habe den Eindruck, dass die Menschen eher dankbar sind.»

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen konnten, musste der Abhang zuerst gerodet werden. «Das war eine Eigenleistung des Friedhofpersonals», sagt Marghitola. Die Arbeiten dauerten rund eine Woche. In diesem Zusammenhang mussten mehrere Bäume weichen. Das sei aber gut, «denn einige Bäume waren vom Borkenkäfer befallen». Auch in diesem Moment kreischt nur wenige Meter entfernt die Motorsäge. Die beiden grossen Rottannen, an denen sich zwei Mitarbeiter des Friedhofs zu schaffen machen, sind ebenfalls betroffen. Die Aufforstung wird denn auch den Abschluss der Arbeiten bilden. Geplant sei eine Mischung einheimischer Gehölze. «Rottannen, Buchen und für die Durchmischung allenfalls noch eine Eiche», sagt Marghitola. Die Bäume würden, wie bisher, auch als Sichtschutz dienen. Nach der Aufforstung brauche das jedoch Zeit, gibt er zu.

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

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