FRAUENFELD: Belohnung für hohe Investitionen

Die Stadt hat die Fördermassnahmen des Energiefonds erweitert. Gebäudehüllensanierungen werden weiterhin unterstützt. Neu gibt es auch für energetische Gesamtsanierungen städtische Zuschüsse.

Mathias Frei
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Daniel Moos Leiter Energiefachstelle Stadt Frauenfeld (Bild: pd)

Daniel Moos Leiter Energiefachstelle Stadt Frauenfeld (Bild: pd)

FRAUENFELD. Mehr Fördergelder auszahlen: Das ist das Ziel. Die Stadt kann und will es sich beim Energiefonds leisten. Dieser Meinung ist auch Daniel Moos, Leiter der städtischen Energiefachstelle. Denn der Fondsanteil für Fördermassnahmen Privater wurde in der Vergangenheit nie komplett ausgeschöpft. Von den jährlich 500 000 Franken wurden vergangenes Jahr 286 000 Franken ausbezahlt, 2014 waren es 393 000 Franken. Bewilligt wurden vergangenes Jahr 53 Fördergesuche, 55 Gesuche waren es 2014. Der Löwenanteil der Zuschüsse wurde Gebäudehüllensanierungen zugesichert.

Geld für Minergie und Geak

Damit mehr Fördergelder fliessen, hat der Stadtrat die Fördermassnahmen des Energiefonds erweitert. Bisherige Schwerpunkte liegen bei der Förderung von Gebäudehüllensanierungen, solarthermischen Anlagen und von Batteriespeichern für Solarstrom. Diese Schwerpunkte bleiben. Neu kommen energetische Gesamtsanierungen nach Minergie- und Geak-Standard dazu. Minergie und Geak (Gebäudeenergieausweis der Kantone) sind zwei bekannte Energieeffizienz-Baustandards. Bei derartigen Gesamtsanierungen steht nicht nur die Gebäudehülle im Zentrum, sondern es geht auch um das Heizsystem und um die eigene Energieproduktion, etwa durch Photovoltaik. Mit Öl- oder Gasheizungen können die Minergie- und Geak-Standards nur sehr schwer erreicht werden.

Teuer, aber nachhaltig

Energetische Gesamtsanierungen werden nun also doppelt gefördert. Einerseits gibt es einen Flächenbeitrag. Und neu schüttet die Stadt auch die Hälfte des kantonalen Grundbeitrags aus. «Wir sind überzeugt von dieser neuen Fördermassnahme», sagt Daniel Moos. Gesamtsanierungen zählten zu den eher teuren Massnahmen. Aber sie seien auch sehr nachhaltig. Diese neue Förderung sei als Belohnung für die hohen Investitionen zu sehen. Moos freut sich, dass mit dem Förderprogramm von Stadt und Kanton vergangenes Jahr rund 500 000 Liter Heizöl eingespart werden konnten.