FRAUENFELD: Bauen im Auen

Der Startschuss für die Sanierung der Schulanlage Auen ist offiziell gefallen. Gestern übergab die Behörde den Architekten dafür symbolisch den Hausschlüssel. Für die Bauarbeiten des 47-Millionen-Projekts zügeln die Schüler bis 2020 in ein Provisorium.

Samuel Koch
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Die Visualisierung zeigt, wie die Schulanlage Auen nach der Sanierung mit Blick von der Auenstrasse her aussehen könnte. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt, wie die Schulanlage Auen nach der Sanierung mit Blick von der Auenstrasse her aussehen könnte. (Bild: PD)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Nach vier Jahren ist die Planungszeit definitiv vorbei. Denn gestern schaufelten beim offiziellen Spatenstich zwei Bagger den ersten Aushub. Bedient wurden die schweren Geräte aber noch nicht von professionellen Bauarbeitern, sondern von Schulpräsident Andreas Wirth und Baukommissionspräsident Andreas Gachnang – Letzterer mit Hilfe von Schülerin Anna. Sie überreichte dann als Sprecherin der Klasse SG1b zusammen mit Auen-Schulleiter Claudio Bernold auch einen symbolischen Schlüssel der Schulanlage an die Architekten Ingemar Vollenweider und Marco Glockner. «Wenn alles gut läuft, werden die jetzigen 1.-Klässler die Ersten sein, die im neuen ‹Auen› zur Schule gehen können», sagte Bernold. An der Feier zum Spatenstich waren nicht nur Behörden- und Schulmitglieder eingeladen, sondern auch Architekten, Ingenieure, Nachbarn, Lehrer und Schüler.

Bevor Schulpräsident An­dreas Wirth die Hebel des kleinen Baggers betätigte, bediente er sich eines Zitats von Antoine de Saint-Exupéry: «Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für ­etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.» Seit dem Wettbewerb und dem Siegerprojekt des Architekturbüros Jessen Vollenweider 2013 habe eine gute Zusammenarbeit dazu beigetragen, dass nun der Startschuss für die rund dreijährigen Bauarbeiten gefallen sei. «Dafür brauchte es zweimal das Stimmvolk, das sowohl beim Projektierungskredit 2014 als auch beim Baukredit 2016 deutlich Ja gesagt hat», sagte Wirth. Dafür sei aber auch die Mithilfe der Partner­gemeinden Gachnang, Felben-Wellhausen und Hüttlingen von Nöten gewesen. «Ebenfalls braucht es Nachbarn, die viel Verständnis zeigen», sagte Wirth, denn gemeinsam könnten Steine aus dem Weg geräumt werden. «Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen», zitierte Wirth Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Der Schulpräsident zeigte sich stolz auf das bisher Geleistete. Und er hegt Wünsche und Hoffnungen, dass die Zusammenarbeit weiterhin gut läuft und auch die Bauphase ohne Zwischenfälle vonstatten geht.

In einem ersten Schritt beginnen der Aushub für die neue Aula sowie der Ausbau der Zweifach- in eine Dreifachturnhalle. Die Schüler werden ihren Sportunterricht während der Bauphase nach draussen verlegen. Ab Januar 2018 starten die Arbeiten am «Auen 1». In einer zweiten Etappe werden das «Auen 2» sowie das Werkgebäude saniert, und der letzte Schritt widmet sich den Umgebungsarbeiten. Unterrichtet werden die Schüler bis 2020 in provisorischen Containern.