FRAUENFELD: Bank mit Kundennähe

An der Generalversammlung konnten die Mitglieder der örtlichen Raiffeisen nicht nur ein feines Nachtessen, sondern auch den guten Jahresabschluss geniessen.

Hugo Berger
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Haben ziemlich erfolgreich gewirtschaftet: Verwaltungsratspräsident Marcel Epper und Bankleiter Reto Inauen. (Bild: Hugo Berger)

Haben ziemlich erfolgreich gewirtschaftet: Verwaltungsratspräsident Marcel Epper und Bankleiter Reto Inauen. (Bild: Hugo Berger)

An einer Generalversammlung geht es in der Regel um nackte Zahlen. Doch wenn die Raiffeisenbank dazu einlädt, ist diese Zusammenkunft jeweils mit einem Fest oder zumindest mit einem guten Nachtessen verbunden. Zum Feiern hatten die 684 anwesenden Genossenschafter der Raiffeisenbank Frauenfeld am Mittwochabend in der Rüe­gerholzhalle denn auch allen Grund: Einmal mehr wartet die Bank mit einem guten Jahresergebnis auf. Der Musikverein Thurtal Hüttlingen stimmte mit zünftigen Märschen auf den Abend ein. Und als das Thurgauerlied ertönte, standen alle auf und sangen mit. Doch auch Appenzeller Flair war im Spiel, stand doch der Anlass unter dem Motto «Appenzeller Abend».

Die Raiffeisenbank sei mittlerweile 95 Jahre alt, aber sie gehöre noch lange nicht zum alten Eisen, sondern sei vital und erfolgreich unterwegs, sagte Verwaltungsratspräsident Marcel Epper. Gerade in Zeiten der Globalisierung und in einem unsicheren Marktumfeld bleibe die Raiffeisenbank den genossenschaftlichen Grundsätzen treu. «Kundennähe, kurze Entscheidungswege und der Einsatz für die lokale Wirtschaft sind uns als selbstständige Genossenschaft nach wir vor sehr wichtig.» Gleichzeitig aber bleibe man modern und offen für Neues.

Das vergangene Jahr sei mit Ereignissen wie dem Entscheid der Briten, die EU zu verlassen, und mit der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten wirtschaftlich und politisch ein turbulentes Jahr gewesen, führte Epper aus. Die Schweizer Wirtschaft habe sich in diesem schwierigen Umfeld als robust erwiesen. Der starke Franken belaste aber weiterhin den Export und das Dienstleitungsgewerbe. Für die Raiffeisenbank bedeute dies, dass die Zinsmarge weiter unter Druck bleibe und der Zins auf sehr tiefem Niveau verharre.

Anhand von Tabellen und Grafiken erläuterte Bankleiter Reto Inauen das Jahresergebnis. Die Kennzahlen hatten eines gemeinsam: Alle waren positiv. Die Bilanzsumme stieg um 36 Millionen auf 620 Millionen Franken, der Geschäftserfolg nahm um 1,1 Prozent zu und lag bei 2829 Millionen. Mit 274 Neumitgliedern im vergangenen Jahr zählt die Raiffeisenbank derzeit 8078 Mitglieder. Die Ausleihungen stiegen um 4,4 Prozent auf 533 Millionen Franken. Den grössten Teil hiervon machen mit 94 Prozent die Hypotheken auf Wohnliegenschaften aus. Dieser hohe Anteil solle nicht darüber hinwegtäuschen, dass jeder Kunde einer strengen Bonitätsprüfung unterzogen werde, betonte Inauen.

Einen Teil des Erfolgs möchte die Bank weitergeben. So spendet sie jährlich einen beachtlichen Betrag für wohltätige Zwecke und unterstützt zahlreiche Vereine sowie sportliche und kulturelle Anlässe.