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FRAUENFELD: Aus 2020 wird 2030

Die Sanierung des Hallenbads ist derzeit in aller Munde. Daneben gleist die Stadt aber auch die Zukunft der Rüegerholzhalle auf. Bis Ende Jahr soll eine Machbarkeitsstudie für eine neue Stadthalle vorliegen.
Mathias Frei
Feiert in drei Jahren ihr hundertjähriges Bestehen: die Festhalle Rüegerholz. (Bild: Reto Martin)

Feiert in drei Jahren ihr hundertjähriges Bestehen: die Festhalle Rüegerholz. (Bild: Reto Martin)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Derzeit arbeiten Fabrizio Hugentobler und sein Team an der Zukunft der Sport- und Freizeitinfrastruktur. Das städtische Amt für Freizeitanlagen und Sport um Amtsleiter Hugentobler ist federführend bei der Hallenbad-Sanierung. Und jetzt kommen auch noch die Festhütte Rüegerholz respektive das Projekt für eine neue Stadthalle dazu. Im Budget 2018 sprach der Gemeinderat 50 000 Franken für eine Machbarkeitsstudie «Stadthalle 2021». Diese soll laut Hugentobler bis Ende Jahr vorliegen. Unter anderem ist das Areal der alten Militärsporthalle ein Thema. «Dabei geht es einerseits um eine neue Stadthalle. Andererseits sind das heutige Areal der Festhalle und Möglichkeiten für eine zukünftige Nutzung ein Thema», erklärt Hugentobler. Die Machbarkeitsstudie ist für ihn ein wichtiges Planungsinstrument. Das Gebiet vom Parkplatz hoch bis hinter die Festhütte ist 25 000 Quadratmeter gross und gehört der Stadt. Die Parzellen vom Minigolf, der ehemaligen Jugendherberge, der Pfadibaracken sowie des Tennisclubs umfassen weitere 10 000 Quadratmeter und sind auch in Stadtbesitz. Die entsprechenden Baurechtsverträge mit den Nutzern haben unterschiedlich lange Vertragsdauern. «Wir wollen für die kommenden 20 bis 30 Jahre planen. Und die Baurechtsnehmer brauchen auch Planungssicherheit», sagt Hugentobler.

Das Stadthalle-Projekt ist nicht neu. Schon seit zehn Jahren macht man sich bei der Stadt Gedanken. So hat sich mittlerweile auch der Projektname überholt. War es einmal «Stadthalle 2020», spricht Hugentobler nun von einem Planungshorizont bis 2030 – also «Stadthalle 2030».

74 Veranstaltungen im vergangenen Jahr

Auf die Stadtvereinigung 1919 folgte der Entscheid, eine Festhalle zu bauen. Die Einweihung der Festhütte Rüegerholz erfolgte beim kantonalen Sängerfest 1921, damals auf weitherum freiem Feld. «Die Festhalle hat zwar Charakter, aber entspricht nicht mehr heutigen Bedürfnissen», sagt Hugentobler. «In die Jahre gekommen», lautet die richtige Formulierung für den baulichen Zustand. Gleichwohl wurde sie stark genutzt. 2017 gingen im Rüegerholz 74 Veranstaltungen über die Bühne, vom Bluesfestival über den Mitarbeiteranlass bis zur Hochzeit, dem Handballmatch oder dem Unihockeyturnier. Die Vermietungen nahmen in den vergangenen Jahren leicht zu, die Zahl der potenziell lärmintensiveren Veranstaltungen bis 2 oder sogar 4 Uhr blieb im Rahmen von sechs bis zwölf Events jährlich. Weil man bei den Nachtanlässen eher zurückhaltend ist, kann Hugentobler auch vom guten Einvernehmen mit den Nachbarn berichten.

Die Fassaden der Halle sind teils ungedämmt. Die Einrichtung, insbesondere die Technik, ist nicht mehr zeitgemäss. Bei grossen Events fehlen direkt vor Ort die Parkplätze. Zudem steigt der Siedlungsdruck. Das Wohnquartier kommt immer näher. Diese Probleme bestanden bereits vor zehn Jahren, als sich eine Arbeitsgruppe um den damaligen Vizeammann Werner Dickenmann, Stadtschreiber Ralph Limoncelli, Stadtentwickler Heinz Egli und Hugentobler dem Projekt annahm. Die Gruppe legte im Jahr 2009 Eckwerte fest für ein Areal einer neuer Stadthalle und eruierte daraufhin zwei mögliche Ersatzstandorte. Am besten geeignet schien damals schon das Gebiet der Militärsporthalle. Fast ebenso gut schnitt das Obere Mätteli ab, das mittlerweile aber bekanntlich nicht mehr für eine derartige Nutzung zur Verfügung steht. Zudem wurde 2009 ein Investitionsstopp für die Festhalle Rüegerholz verfügt, der bis heute andauert.

So liegt nun also die alte Militärsporthalle allein auf der Pole-Position. Die Eigentumsverhältnisse sind unkompliziert (siehe Plan). Gut 31 000 Quadratmeter des Areals gehören der Armasuisse, also dem Bund. Weitere 20 000 Quadratmeter befinden sich in Besitz der Stadt. Und wie schon länger bekannt ist, will sich das Militär in Frauenfeld mittelfristig aus dem Gebiet südlich der Autobahn zurückziehen. So werden Flächen frei.

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