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FRAUENFELD: Art-Thur: Eine Halle voller Kunstwerke

In der Festhalle Rüegerholz stellten über 100 Kunstschaffende ihre Werke aus. Rund 80 Prozent arbeiten mit Farbe, Palette und Pinsel, die anderen mit Kettensäge, Schnitz- oder Taschenmesser. Auch mit Nadel, Faden, Metall und Schrott lässt sich Kunst herstellen.
Christine Luley
Die Gewinner (von links), Leonie Singer Dino Koch und Esther Huser. (Bild: pd)

Die Gewinner (von links), Leonie Singer Dino Koch und Esther Huser. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Die Teilnehmer müssen sich keiner Kunstselektion stellen. «Jeder, der will, kann ausstellen», sagt Peter Guarisco. Mit Roland Friedl organisiert er bereits zum achtenmal die Art-Thur, und die ist jedes Mal ausverkauft. Für die nächste am 25. Juni 2017 liegen bereits zwanzig Anmeldungen vor.

Lukas Senn hat mit der Motorsäge Figuren aus dem Holz herausgearbeitet. Erstaunlich, wie mit einem groben Gerät so feine Skulpturen entstehen können. Für den Finish hat der gelernte Möbelschreiner aus Rupperswil Winkelschleifer, Raspel und Schnitzmesser eingesetzt. Die Oberfläche seiner schwarzen Pferdefigur hat er mit dem Bunsenbrenner bearbeitet.

Kunst als Lebenselixier

Die meisten Ausstellenden sind Autodidakten und gehen einem 100-Prozent-Job nach. Aus alten Segeln oder Fahnen näht Birgit Castioni Taschen: «Einzigartig statt Massenware». Der sorgfältige Umgang mit Ressourcen und die künstlerische Auseinandersetzung sind der Frau aus Kreuzlingen wichtig.

Schon als Kind war er von Kunst fasziniert. Auch eine Beeinträchtigung seiner rechten Hand durch einen Arbeitsunfall hält Tallil Abdelatif aus Bévilard nicht davon ab, figurative Eisenskulpturen zu schweissen. Der ehemalige Flüchtling bezeichnet die Kunst als sein Leben.

Esther Huser aus Weinfelden hat sich dem Fotorealismus verschrieben. Für ihre Ölbilder verwendet sie lediglich fünf Farben. Eine ihrer Arbeiten zeigt das Innenleben eines Kühlschrankes, mit der «Superschärfe» eines Fotoapparates, sogar der Strichcode auf den Lebensmitteln ist erkennbar. Die Psychotherapeutin ist als Malerin auf dem Weg zum Durchbruch. Sie hat bereits erfolgreich an amerikanischen Kunstwettbewerben teilgenommen und testet nun ihren Stellenwert in der Heimat. Ihre Bilder fanden Anklang, sie wurde Dritte im Prix Art-Thur.

Ansporn für junge Künstler

Das Publikum, mit Bleistift und Bewertungszettel in der Hand, schlendert den 114 Kunstständen entlang. Betrachtet die verschiedenen Werke und kommentiert sachverständig die Stilrichtungen. Einzelne Werke wechseln den Besitzer, Visitenkarten werden ausgetauscht. «Man muss die Kunstszene unterstützen», sagt eine Besucherin, «nicht nur die elitären Kreise. Das gibt den Jungen Ansporn weiterzumachen.»

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